ÖGB/ARGE- FGV: Österreich braucht uns

Willkommen auf der Webseite der ÖGB/ARGE - Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe !!

Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft der Gewerkschaften vida, younion, GÖD und GPA-djp und ein Teil des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Weitere Informationen zu uns finden Sie hier.

Gute Pflege für alle! Österreich braucht uns. 

 

Presseaussendung: PflegerInnen halten System trotz widrigster Arbeitsbedingungen am Laufen

Zellhofer: „So kann und darf es nicht mehr länger weitergehen.

„Die Beschäftigten verdienen mehr als nur ein läppisches ´Danke´,“ stellt Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ARGE- FGV), anlässlich des Tages der Pflege am 12.05. fest. „Trotz widrigster Arbeitsbedingungen halten sie das System 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag am Laufen. Aber so kann es einfach nicht mehr länger weitergehen. Und Imagekampagnen werden da auch nicht helfen!“

„Was es braucht sind strukturelle Verbesserungen, sowohl bei der Personalausstattung als auch bei der Gestaltung des Arbeitsalltags,“ ist Zellhofer überzeugt. Im Rahmen der GuK- Novelle 2016 wurden weitereichende Kompetenzen für die Pflege gesetzlich niedergeschrieben. Die Kombination aus einer fundierten Basisausbildung mit anschließender fachlicher Weiterspezialisierung in die verschiedensten Bereiche ist das Modell der Zukunft. „Doch es gibt Verbesserungspotenzial,“ so Zellhofer.

„Die ÖGB/ARGE-FGV wird ihr Know- How und die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Bereichen in die aktuelle Evaluierung der GuK- Novelle einfließen lassen. Denn das Jahrzehnt der Pflege stellt uns vor nie dagewesene Herausforderungen: Eine alternde Gesellschaft, die u.a. mit Multimorbidität, Demenzerkrankung und steigendem Kostendruck zurecht werden muss. Doch diejenigen, die all das leisten, nämlich die Beschäftigten in den Gesundheits- und Sozialeinrichtungen und besonders in der Langzeitpflege, brauchen dabei unsere Unterstützung!“ so Zellhofer.

Auftaktveranstaltung zur Evaluierung GuKG 2016

(c) GÖK Frohner_Penz_Pleschberger_Rosoli_Zellhofer
(c) GÖK, 9.4.2019: Frohner_Penz_Pleschberger_Rosoli_Zellhofer

Josef Zellhofer, Vositzender ÖGB/ARGE- FGV nahm am 9. April 2019 an der Auftaktveranstaltung für die Evaluierung der Novelle des GuKG 2016 teil. Zellhofer: "Die Veranstaltung war ein wichtiger erster Schritt. Wir werden uns weiterhin mit unserer Expertise in die Novellierung einbringen und unsere Mitglieder über den aktuellen Stand informieren." 

Vertreter und Vertreterinnen der Leistungsanbieter aus allen Settings, der Rechts- und Kostenträger, pflegerischer Fachgesellschaften und des Bildungsbereichs sowie Repräsentantinnen/Repräsentanten der Interessenvertretungen bekundeten im Rahmen dieser von der GÖG als Arbeitstagung organisierten Veranstaltung ihr Interesse und brachten ihre Anliegen in Hinblick auf die Evaluierung ein.

Nach einleitenden Worten von BM Mag.a Beate Hartinger-Klein, referierte DDr.in Meinhild Hausreither, Leiterin der Gruppe IX/A im BMASGK über den Kontext und den gesetzlichen Rahmen der Evaluierung. Über das Vorgehen bei der Evaluierung informierte Priv.-Doz.in Dr.in Sabine Pleschberger als Projektleiterin der GÖG. Download der Präsentationen

In einem anschließenden Podiumsgespräch tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter von Berufs- und Interessenverbänden bezüglich der Resonanz auf die Umsetzung der GuKG-Novelle aus und nahmen auch Stellung zu jeweiligen die Evaluierung betreffenden Anliegen. Sabine Pleschberger moderierte das Gespräch mit Ursula Frohner, der Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands, Prim. Dr. Harald Penz, dem 2. Kurienobmann-Stellvertreter der angestellten Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer, Mag.a Silvia Rosoli, der Leiterin der Abteilung für Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik der Arbeiterkammer Wien sowie mit Josef Zellhofer, dem Vorsitzenden der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe.

Am Nachmittag lag der Schwerpunkt auf der Perspektive der teilnehmenden Gäste. In Kleingruppen wurden an „Marktständen“ die Anliegen der Teilnehmerinnen/Teilnehmer in puncto Evaluierung zu folgenden Themenbereichen diskutiert: (1) akutstationäre Versorgung, (2) mobile (Langzeit-)Pflege, (3) (teil)stationäre Langzeitpflege, (4) Reha-Einrichtungen, (5) Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und (6) Aus- und Weiterbildung. Es wurde u. a. deutlich, wie sehr sich die strukturellen, finanziellen und personellen Rahmenbedingungen sowie einzelne Aspekte der berufsrechtlichen Gegebenheiten in der Praxis auf die Umsetzung der Novelle auswirken.

Presseaussendung vida: Pflegekräfte-Import aus Vietnam löst keine Probleme

Gerald Mjka: „Pflegeberuf für heimische ArbeitnehmerInnen endlich attraktiver machen“
 
„Statt die Probleme im Pflegebereich an den Wurzeln anzupacken und zu verbessern, will Niederösterreich jetzt sogar Pflegekräfte aus Südostasien zu uns karren, um Personallücken zu stopfen“, kritisiert Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida und stellv. Vorsitzender in der ÖGB/ARGE- FGV. Wir brauchen ohne Zweifel mehr qualifizierte Fachkräfte. Diese müssen wir aber in erster Linie in unserem Land suchen und ausbilden, unterstreicht Mjka. „Wenn Pflegeeinrichtungen nach Fachkräften aus dem Ausland rufen, kann es nur eine Antwort geben: Wir müssen in Österreich qualitativ ausbilden, ausbilden, ausbilden!“

Attraktivität in Sozialberufen deutlich heben
Statt über Arbeitskräftemangel zu klagen, sollten lieber konkrete Schritte unternommen werden, um den Pflegeberuf interessanter und attraktiver zu machen, unterstreicht auch Sylvia Gassner, Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste in der Gewerkschaft vida: „Dazu gehören auch speziell angepasste und finanzierte Ausbildungen für QuereinsteigerInnen. Zudem muss es für alle höhere Einkommen geben. Die ArbeitnehmerInnen haben es sich verdient, für die physisch und psychisch belastende Tätigkeit fair entlohnt zu werden.“
 
Richtige Weichen stellen
Um unser Pflegesystem für die Zukunft abzusichern, brauchen wir dringend verbesserte Rahmenbedingungen, betonen die beiden Gewerkschafter abschließend: „Mehr finanzielle Mittel, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege und mehr Wertschätzung für die Arbeit des Pflegepersonals sind die drei wesentlichen Voraussetzungen, um mit motiviertem Betreuungspersonal eine gute Pflege für alle zu ermöglichen.“
 

Presseaussendung: ÖGB/ARGE-FGV lehnt Idee der Pflegelehre ab

Nur bei guten Arbeitsbedingen steigt Interesse am Pflegeberuf

„Wir freuen uns sehr, dass sich die Bundesministerin Mag. Beate Hartinger-Klein unserer Einschätzung anschließt und die Idee einer Pflegelehre verwirft“, erklärt Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE- Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ARGE- FGV) und stellt fest: „Eine Pflegelehre löst keine Probleme, sondern schafft nur neue.“

„In Österreich dürfen Jugendliche vor Vollendung des 17. Lebensjahres aus gutem Grund nicht am Krankenbett arbeiten“, sagt Zellhofer. Die Arbeit mit (schwer)kranken oder sterbenden Menschen ist schon für Erwachsene mit einer Pflege- Fachausbildung nicht leicht zu bewältigen. „Schon vor Jahren hat die ÖGB/ARGE- FGV in einem Beschluss festgehalten, dass die Ausbildungslücke zwischen dem 15. und 17. Lebensjahr am besten durch ein BHS-Modell, angesiedelt an den bestehenden Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege, geschlossen werden kann.“ Dieser Beschluss wurde von den vier im Gesundheitsbereich tätigen Gewerkschaften GPA-djp, vida, younion und GÖD einstimmig getroffen.  „Als Sofortmaßnahme,“ so Zellhofer, „müssen aber endlich die katastrophalen Arbeitsbedingungen in vielen Bereichen strukturell stark verbessert werden. Will man, dass sich junge Leute für den Bereich der Pflege interessieren, muss auch das Umfeld passen.“

Download Konsensus der ÖGB/ARGE- FGV 2018

Presseaussendung zum Weltgesundheitstag (07.04.2019)

"Es passiert zu wenig Gesundheitsprävention!" OÖGB/ARGE- FGV Vorsitzender Josef Zellhofer
"Es passiert zu wenig Gesundheitsprävention!" OÖGB/ARGE- FGV Vorsitzender Josef Zellhofer

„Gesundheit ist ein Menschenrecht,“ stellt Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB ARGE- Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe, anlässlich des Weltgesundheitstages am 07. April 2019 fest. Für das Menschenrecht Gesundheit muss auch in Zukunft die E-Card reichen und nicht die Kreditkarte. Während in anderen Ländern oft das Einkommen über den Zugang zu Gesundheitsleistungen und -prävention entscheidet, hat Österreich ein erstklassiges, solidarisch finanziertes System und keine Zwei-Klassen- Medizin. „Und das soll auch so bleiben!“ so Zellhofer.

Allerdings passiert in Hinblick auf die Gesundheitsprävention laut Zellhofer immer noch viel zu wenig: „Kürzlich wurde von den Regierungsparteien das ´Don´t smoke´ Volksbegehren für verbesserten NichtraucherInnenschutz einfach abgelehnt. Zahlreiche Studien belegen eindeutig den Zusammenhang von Rauchen und schwerwiegenden Erkrankungen und dennoch werden hier keine entsprechenden Maßnahmen gesetzt,“ ärgert sich Zellhofer. 

Gesundheit ist, wie die WHO in der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung 1986 festgehalten hat, mehr als nur der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheits- oder Unglücksfall: „Es ist ein viel umfassenderes Konzept, das alle Lebensbereiche betrifft und umfassendes Wohlbefinden zum Ziel hat. Genau das und nicht weniger erwarte ich mir von einer modernen Gesundheitspolitik im Jahr 2019!“ so Zellhofer.

Europäische Impfwoche 24.-30. April 2019

Die Zielsetzung der Europäischen Impfwoche, die vom 24.-30. April 2019 statt findet, besteht darin, durch Sensibilisierung von Eltern und BetreuerInnen, Gesundheitsberufe, EntscheidungsträgerInnen und Medien für die Bedeutung von Impfungen höhere Durchimpfungsraten zu erreichen. Die Initiative wirbt für die Botschaft, dass die Impfung eines jeden Kindes/jeder Person entscheidend dazu beiträgt, Krankheiten vorzubeugen und Leben zu schützen. Ziel ist die Durchimpfungsraten quer durch die gesamte Region Europa zu erhöhen, indem das öffentliche Bewusstsein über den Nutzen der Immunisierung gesteigert wird und die nationalen Impfsysteme gefördert werden.

Daher veranstaltet im Rahmen der Europäischen Impfwoche die Österreichische Gesellschaft für Vakzinologie gemeinsam mit der Medizinischen Universität Wien nun bereits zum dritten Mal ein internationales Symposium. Hochkarätige wissenschaftliche Experten aus verschiedenen Ländern berichten über ihre internationalen Erfahrungen im Bemühen die Impfraten zu steigern, über die Strategien zur verbesserten Impfkommunikation gegen Falschinformationen der ImpfgegnerInnen, und ob die Einführung von Impfpflichten einen praktikablen Weg zur Steigerung der Impfraten darstellt.

Wann: 24. April 13:00 bis 19:00 Uhr
Wo: Van Swieten Saal, MedUni Wien, Spitalgasse 23, 1090 Wien 

Anmeldungen bis 19.04.2019 unter office@oegvak.at

Weitere Informationen finden Sie hier 

Rückverlagerung der Kranken-Transporte zu den qualifizierten Rettungsorganisationen

Am 1. April 2019 trat die Novelle zum Wiener Rettungs- und Krankentransportgesetz in Kraft. Damit wird ganz klar geregelt, welche Transporte durch die qualifizierten Rettungsorganisationen (Arbeiter Samariter Bund Wien, Wiener Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser, Grünes Kreuz und SMD) durchgeführt werden. Es geht eine Rückverlagerung von Transporten zu qualifizierten Krankentransportorganisationen einher. Diese haben bereits reagiert und in den vergangenen Monaten ihre Teams deutlich verstärkt. 

So hat z.B. beim Wiener Grünen Kreuz bereits im März ein Kurs zur Ausbildung zum Rettungssanitäter begonnen. Darunter sind 14 ehemalige MitarbeiterInnen eines privaten Fahrtendienstes, die nun zu qualifizierten Sanitätern weiter entwickelt werden. Auch das Wiener Rote Kreuz und der Arbeiter Samariter Bund Wien bieten in Kooperation mit dem WAFF Kurse an. Der Kurs beim Wiener Roten Kreuz startet im Mai mit 22 TeilnehmerInnen. In Kooperation mit dem WAFF werden 50 Prozent der Ausbildungskosten übernommen. Am 17. April findet beim Wiener Roten Kreuz der nächste Bewerbertag statt.

Diese Initiativen bieten den MitarbeiterInnen der privaten Fahrtendienste eine Ausbildung zum qualifizierten Rettungssanitäter / Rettungssanitäterin. Die anerkannten Rettungsorganisationen reagieren mit erweiterten Teams und dem Ausbau der Fuhrparks auf den zu erwartenden Anstieg bei den Krankentransporten. Qualifizierte Transportbedingungen und faire Arbeitsbedingungen sind die Folge – ein Meilenstein für Wien.

Weitere Informationen zur Bewerbung beim Wiener Roten Kreuz finden Sie hier

Female Leadership - Das Video vom Event

25.3.2019- Führung 4.0
25.3.2019- Führung 4.0, Female Leadership

Trends und Effizienz- zukunftsweisende Ansätze zur Stärkung der Führungskompetenz im Gesundheitsbereich

 

Gesund und Sozial 1 2019

Gesund und Sozial 1 2019 Diagnose Krebs
Gesund und Sozial 1 2019 Diagnose Krebs

Die aktuelle Ausgabe von "Gesund & Sozial" befasst sich in der Coverstory mit neuen individualisierten Behandlungsstrategien in der Krebstherapie. Fortschritte bei der Diagnose und Behandlung führen zu maßgeschneiderten Behandlungen, die die Lebenserwartung von PatientInnen deutlich erhöht, aber die Onkologie und vor allem den Bereich der Pflege vor neuartige Herausforderungen stellen. 

Chefredakteur Karl Preterebner beendet in dieser Ausgabe seine 5-teilige Serie zum Digitalisierung in der Pflege. 

Martina Kronsteiner (GPA-djp) und Gerald Mjka (vida) befassen sich mit den geplanten Verschlechterungen für die Beschäftigen im Zuge der Novelle des Krankenanstalten- Arbeitszeitgesetzes. 

Reinhard Waldhör (GÖD) schildert seine Eindrücken bei einem Besuch in der Notrufzentrale für Niederösterreich und Andrea Wadsack macht auf den eklatanten Personalmangel in den Medizinisch therapeutischen diagnostischen Gesundheitsberufen (MTDG) aufmerksam. 

Branko Novakovic (younion) und Beatrix Eiletz (GPA-djp) berichten von Arbeitsgeber- Verhandlungen und erfolgreichen Arbeitskämpfen in Oberösterreich und der Steiermark.  

Das Redaktionsteam wünscht viel Spaß beim Lesen und Schmökern, sowie einen schönen Frühlingsbeginn !! 

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Zellhofer zum Weltfrauentag: Frauen in der Pflege müssen entlastet werden!

Zellhofer fordert sofortige Personalaufstockung um 20 Prozent
Zellhofer fordert sofortige Personalaufstockung um 20 Prozent
Personalaufstockung um 20 Prozent dringend notwendig
 
Von den 80.000 Pflegekräften in Österreich sind rund 80 Prozent weiblich. Viele von ihnen arbeiten in Teilzeit, weil sie den physischen und psychischen Belastungen keine 40 Stunden in der Woche standhalten können. „Nicht nur die Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden, sondern auch die Bezahlung. Niemand geht in die Pflege und erwartet sich dabei reich zu werden. Aber wäre das ein Männerberuf, wären die Einkommen sicher ganz andere“, ist Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ARGE- FGV) überzeugt.
 
Die Beschäftigten im Pflegebereich arbeiten oft an ihrer Belastungsgrenze. Arbeitsüberlastung aufgrund von Personalmangel und Fehlzeiten, unterbesetze Nachtdienste etc. stehen mittlerweile an der Tagesordnung und müssen durch die Beschäftigten mit persönlichem Einsatz und Höchstleistungen ausgeglichen werden. „Als Sofortmaßnahme fordern wir eine unmittelbare Personalaufstockung um 20 Prozent. Die derzeitige Situation hat in vielen Bereichen ein gefährliches Ausmaß angenommen und die Verantwortlichen müssen endlich reagieren“, fordert Zellhofer. „Denn nur am Weltfrauentag große Reden von Wertschätzung und Gleichstellung zu halten und die restlichen 364 Tage im Jahr auf die Frauen an ihren Arbeitsplätzen zu vergessen, ist inakzeptabel!“

Trends und Effizienz- zukunftsweisende Ansätze zur Stärkung der Führungskompetenz im Gesundheitsbereich

Führung 4.0
Führung 4.0

Die ÖGB/ARGE- FGV, Karl Landsteiner Institut und ´vielgesundheit.at´ präsentieren:

Die Premium- Veranstaltungsreihe "Führung 4.0", zur Unterstützung von Führungskräften im Gesundheitswesen. 

Den Auftakt bilden Themen wie Paradigmen- Wechsel im Personaltraining, Mitarbeiterinnen bilden und binden, Effizienz von Maßnahmen in der Fortbildung für Führungskräfte, Trends und neue Wege der Kompetenzentwicklung, Kosten- und Zeitersparnis durch approbiertes E-Learning oder Blended Learning. 

"Female Leadership" - Ein Thema rund um DIE neuen Ansprüche an Führung, die ganz speziell den Stärken von Frauen entgegenkommen. Welche das sind, wie sie gefördert werden können, was das für den Alltag bedeutet und was man unabhängig vom Geschlecht daraus lernen kann. 

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer Teilnahme auch über Live-Stream!

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und Eventberichte von vergangenen Veranstaltungen finden sie hier

Kollektivvertrag Sozialwirtschaft Österreich abgeschlossen !

Plus 2,5 % mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft (SWÖ)

Früher mehr Urlaub, Verbesserungen für Lehrlinge und Pflegeberufe

Die vielen Aktionen, Betriebsversammlungen, Unterschriften(listen), Solidaritätsbekundungen und Streiks haben dazu geführt, dass ein Kollektivvertragsabschluss für die rund 100.000 Beschäftigten in der Sozialwirtschaft erreicht werden konnte. In der sechsten Verhandlungsrunde haben sich die GPA-djp und die Gewerkschaft vida mit den Arbeitgebern auf eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 2,5 % geeinigt.

Die Erhöhung von 2,5 % gilt für:​

  • die Kollektivvertragslöhne und -gehälter jedoch mindestens 48 Euro
  • die Ist-Löhne und Ist-Gehälter
  • die Alt-Gehaltssysteme jedoch maximal 75 Euro
  • alle Zulagen und Zuschläge
  • für TransitmitarbeiterInnen

Diese ergibt eine Erhöhung in den unteren Gehaltsgruppen von über 3 %, durchschnittlich konnte eine Gehaltserhöhung von 2,55 % erreicht werden.

Verbesserungen für Lehrlinge
Für Lehrlinge konnten wir zusätzlich zur Erhöhung von 2,5 % eine Erhöhung von 100,- Euro in jedem Lehrjahr erreichen.

Früher mehr Urlaub
Alle Beschäftigten die bereits 5 Jahre im Betrieb sind, erhalten einen zusätzlichen Arbeitstag als Urlaubstag.
Verbesserungen für Pflegeberufe

Besonders freut es uns, dass wir für die Pflegeberufe Verbesserungen erreichen konnten.
Die PflegeassistentInnen erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 20,- Euro, und mit 1. Oktober 2019 weitere 10,- Euro monatlich.
Die PflegefachassistentInnen werden in die Verwendungsgruppe 6 eingestuft und erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 30,- Euro, und mit 1. Oktober 2019 weitere 30,- Euro monatlich.
Die Diplomierten KrankenpflegerInnen erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 50,- Euro, und mit 1. Oktober 2019 weitere 50,- Euro monatlich.

Verbesserungen für Teilzeitkräfte 
​Die zuschlagsfreie Mehrarbeit für Teilzeitkräfte wurde massiv reduziert. Jetzt gilt eine einheitliche Grenze von 16 Stunden pro Durchrechnungszeitraum, die ohne Zuschläge ausbezahlt werden darf. So wird der Mehrarbeitszuschlag früher fällig, somit wurde eine langjährige Forderung der Gewerkschaft zwar nicht ganz erfüllt, aber wir haben einen ersten Schritt getan, um die „Pufferstunden“ zu minimieren. Die neue Grenze gilt ab dem nächsten Durchrechnungszeitraum, der nach dem 1. Juli 2018 beginnt.​

Weitere Verbesserungen im Rahmenrecht

  • Ausweitung der Dienstverhinderung um einen weiteren Tag, wenn die Hochzeit oder das Begräbnis von nahen Angehörigen mehr als 300 km entfernt ist (gilt ab 1.4.2018)
  • Ausweitung des Verfalles von Ansprüchen von 6 auf 9 Monate.
  • Klarstellung, dass Sonderzahlungen auch bei halber Entgeltfortzahlung gebühren.

Weiter Informationen unter www.gpa-djp.at oder www.vida.at

Spitalskeime- Wo stehen wir, was brauchen wir noch?

Round Table: Spitalskeime
Round Table: Spitalskeime

Zum Thema der nosokomialen Infektionen („Spitalskeime“) hat sich in der jüngeren Vergangenheit vieles getan: Sie sind heute ein Thema der Politik, der Medien, der Wissenschaft, der Krankenhausträger oder Interessensgruppen.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC)
schätzt, dass sich rund 8,9 Millionen Menschen pro Jahr in europäischen Krankenhäusern und Pflegeheimen mit gefährlichen Keimen infizieren, wobei viele Keime gegen die gängigen Antibiotika-Therapien resistent sind. Bis zu 30 Prozent aller nosokomialen Infektionen wären durch entsprechende Hygiene und Kontroll-Programme vermeidbar. Dass diese Potenziale konsequent genützt werden sollten, darüber waren sich die Expertinnen und Experten einig, die bei einem Round Table der Initiative „Sicherheit im OP“ (SIOP) und der „Plattform Patientensicherheit“ am 19. November 2018 die Frage diskutierten: „Spitalskeime: Wo stehen wir, was brauchen wir noch?“

Download Broschüre

Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz

Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz
Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz

Instrumente zur Prävention 

Weltweit nimmt Gewalt in Betrieben immer mehr zu. In Österreich sind 3,1 Prozent der Männer und 3,3 Prozent der Frauen (rund 127.900 Personen) von Belästigung oder Mobbing am Arbeitsplatz betroffen. Unter physischer Gewalt bzw. Androhung von Gewalt leiden etwa 1,2 Prozent der Erwerbstätigen. Vermutlich ist die Dunkelziffer jedoch wesentlich höher. In immer mehr Betrieben wird Belästigung und Gewalt sichtlich zu einem ernst zu nehmenden Problem.

Wo liegen die Ursachen?
Zunehmende Belastungen durch Wettbewerbsdruck, knappe Personalressourcen, termingebundenes Arbeiten, Angst um den Arbeitsplatz sowie fehlende Kommunikation erhöhen das Konfliktpotenzial und damit die Gefahr, dass Gewalt zur Konfliktlösung eingesetzt wird. Eine weitere Ursache besteht darin, dass weder Konfliktpotenzial noch Gewalt als solche erkannt werden.

Was sind die Folgen von Gewalt?
Gewalt beeinträchtigt die Würde sowie die Gesundheit von Menschen und wird somit zu einem Menschenrechtsproblem (Ungleichheit, Diskriminierung und Stigmatisierung). Gleichzeitig hat Gewalt in den Betrieben aber auch dramatische Folgen für die Entwicklung der Produktivität (sinkende MitarbeiterInnenzufriedenheit, vermehrte Krankenstände, Personalsuchkosten) und verursacht darüber hinaus gravierende Kosten für die Gesellschaft. Eine lösungsorientierte Konfliktkultur und ein gutes Arbeitsklima können wesentlich dazu beitragen, dass Gewalt und Belästigung im Vorfeld verhindert werden.

Wer trägt die Verantwortung?
ArbeitgeberInnen haben generell die Pflicht Leben, Gesundheit und Würde ihrer ArbeitnehmerInnen am Arbeitsplatz zu schützen (z.B. durch die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin gem. § 1157 Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch, § 18 Angestelltengesetz, Gleichbehandlungsgesetz, ArbeitnehmerInnenschutzgesetz). Dementsprechend sind sie verpflichtet in angemessener Weise für Abhilfe im Fall von Übergriffen am Arbeitsplatz zu sorgen. Auch ArbeitnehmerInnen tragen einen Teil der Verantwortung mit, indem sie sich im Betrieb partnerschaftlich verhalten.
Sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerverbände nehmen diese Verantwortung ernst und haben auf EU-Ebene
eine freiwillige Rahmenvereinbarung zum Thema Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz unterzeichnet. Ziel der
Vereinbarung ist, Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz zu verhindern und auftretende Anlassfälle zu bewältigen.
Weiters soll die Vereinbarung dazu beitragen, ArbeitgeberInnen, BetriebsrätInnen/PersonalvertreterInnen, Personalverantwortliche sowie ArbeitnehmerInnen für Belästigung und Gewalt in Betrieben zu sensibilisieren.

Die vorliegende Broschüre von ÖGB, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Verband der Öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs informiert über Ursachen, Folgen und Präventionsmaßnahmen. Download pdf

Zellhofer: "Personalplanung bei der Pflege vordringlich!"

ÖGB-ARGE- FGV Vorsitzender Zellhofer
ÖGB-ARGE- FGV Vorsitzender Zellhofer

Vor allem einzelne Professionen müssen genau erhoben werden 

„Eine gute Pflege braucht qualifizierte Beschäftigte und gute Arbeitsbedingungen. Eine der Grundlagen dafür ist eine fundierte Personalbedarfserhebung die vor allem auch erhebt welche Qualifikationen in den nächsten Jahren gebraucht werden“, fordert der Vorsitzende der ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ARGE-FGV), Josef Zellhofer in einer Presseaussendung. 

„Ich finde es als löblich, dass die Reform der Pflege neuerlich angegangen wird. Viele Teile davon stehen allerdings bereits zu Beginn der Diskussion außer Streit. Dazu gehören eine qualitative Personalbedarfserhebung, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie eine Erhöhung des Personals um mindestens 20 Prozent“, stellt Zellhofer fest. Der Vorsitzende der ÖGB/ARGE-FGV weiter: „Ankündigen was irgendwann passieren soll, ist nicht zielführend. Es müssen ab sofort Schritte eingeleitet werden, die schon seit Jahren außer Streit stehen. Das erwarte ich mir von der zuständigen Ministerin Hartinger-Klein.“

Beschluss des Bundesvorstandes 17.12.2018

Bei der gestrigen Vorstandssitzung des Bundesvorstandes der ÖGB/ARGE- Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe wurde einstimmig und über alle Fraktionen hinweg folgender Beschluss gefasst: 

„Basierend auf den Ergebnissen derzeit aktuell vorliegender Studien fordert die ÖGB/ARGE- Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe österreichweit 20 % mehr Personal in den Gesundheits- und Sozialeinrichtungen als Sofortmaßnahme. 

In weiterer Folge die Entwicklung und Einführung einer bundesweit einheitlichen, verpflichtenden bedarfsorientierten Personalbedarfsberechnung für den intra- und extramuralen Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens.“

Der Vorsitzende der ÖGB/ARGE- Josef Zellhofer begrüßt den einstimmigen Konsensus: „Ich freue mich sehr, dass in dieser Frage alle vier Gewerkschaften geschlossen und solidarisch hinter dieser, so wichtigen, Forderung stehen!“

Gesund und Sozial 4 2018

Gesund und Sozial 4 2018 Krankenhäuser brauchen mehr Personal
Gesund und Sozial 4 2018 Krankenhäuser brauchen mehr Personal

Vor einigen Wochen veröffentlichte die Arbeiterkammer Oberösterreich eine aktuelle Studie über den besorgniserregenden Status Quo in Krankenhäusern. Heidemarie Staflinger (AK OÖ) beleuchtet die Probleme und skizziert dringend notwendige Handlungsfelder. 

Chefredakteur Karl Preterebner präsentiert das neue Fortbildungsprogramm 2019 der ÖGB/ARGE- FGV und die stellvertretende Vorsitzende Silvia Weber- Tauß (GPA-djp) wagt einen Ausblick auf die im Jänner startenden Kollektivvertragsverhandlungen im privaten Gesundheits- und Sozialbereich.

Willibald Steinkellner (vida) würdigt in seinem Kommentar die Leistungen der KollegeInnen in der mobilen Pflege und Reinhard Waldhör (GÖD) informiert über einen neuen Beruf, den des Operationstechnischen Assistenten (OTA). 

Weitere Themen dieser Ausgabe sind Sicherheit im Krankenhaus, psychische Erkrankungen und die Graduierung der ersten AbsolventInnen des Bachelorstudienganges Gesundheits- und Krankenpflege an der Fachhochschule St. Pölten. 

Das Redaktionsteam wünscht viel Spaß beim Lesen und Schmökern, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr !! 

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Konsensus BHS statt Pflegelehre

Aufgrund der zu erwartenden demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren, werden in Zukunft vermehrt Personen für einen Gesundheits- und Sozialbetreuungsberuf gewonnen werden müssen. Dies, so nehmen wir an, veranlasste die ÖVP/ FPÖ Regierung die Idee der Pflegelehre in ihr Parteiprogramm aufzunehmen.

Das möchten wir zum Anlass nehmen, den "Konsensus zur zukünftigen Ausbildung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege" vom 2.11.2010 und den "Konsensus zur Lehrausbildung in den Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen" nochmals inhaltlich zu bestätigen. 

Auch wenn die Lehre in vielen Berufen eine ausgezeichnete Ausbildungsform ist, muss diese für die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe, seitens der ÖGB/ARGE Fachgruppenvereinigung, als ungeeignet, abgelehnt werden. 

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Handlungsbedarf in oberösterreichischen Krankenhäusern

ÖGB/ARGE- FGV Bundsvorsitzender Josef Zellhofer
ÖGB/ARGE- FGV Bundsvorsitzender Josef Zellhofer

„Die Studie der Arbeiterkammer zum Personalbedarf und -einsatz in den oberösterreichischen Krankenhäusern zeigt deutlich, dass die rund 25.000 Beschäftigten extrem belastet sind“, sagt Josef Zellhofer, Bundesvorsitzender der ÖGB/ARGE-FGV nach der Präsentation der Ergebnisse durch AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen Tag für Tag Spitzenleistungen trotz widrigster Arbeitsbedingungen!“

Ein stark verändertes Leistungsangebot, ein neues Pflegeverständnis, die massive Zunahme von Demenzkranken, Veränderungen in der Beschäftigtenstruktur der Krankenhäuser sowie die Nichtbeachtung von Krankenständen oder Weiterbildungen führen zu massiven Problemen. Dienstpostenberechnungen, so zeigt die Studie, orientieren sich in der Regel weniger am tatsächlichen Bedarf als vielmehr an den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln und führen zu knappen Personalbesetzungen. Diese sind ein Hauptgrund für die herrschenden belastenden Arbeitsbedingungen.

„Dieser Zustand ist untragbar und geht auf Kosten der Beschäftigten und der PatientInnen“, ärgert sich Zellhofer. „Es braucht so rasch wie möglich eine Personalaufstockung um 20 Prozent, verteilt auf alle Berufsgruppen. Nur so können Beschäftigte gesund das Regelpensionsalter erreichen und eine hohe Versorgungsqualität für die PatientInnen aufrechterhalten werden.“

AK fordert für Oberösterreichs Krankenhäuser rasche Personalaufstockung um 20 Prozent

Für die oberösterreichischen Krankenhäuser braucht es dringend verbindliche Personalberechnungsmodelle, die den heutigen Anforderungen gerecht werden – von einem modernen Pflegeverständnis bis zur Zunahme von Demenzkranken. Das zeigt eine aktuelle Studie der AK Oberösterreich. Mehr Personal ist unbedingt notwendig, denn verschiedene Entwicklungen bringen die Beschäftigten an die Grenzen der Belastbarkeit – und darüber hinaus. „Wir fordern eine rasche Personalaufstockung um 20 Prozent, verteilt über alle Berufsgruppen“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Pflege wird immer wichtiger

In den 14 oberösterreichischen Krankenhäusern arbeiten an 18 Standorten – neben Ärztinnen und Ärzten – rund 25.000 Beschäftigte, davon rund 16.000 direkt in der Pflege, als Hebammen, in medizinisch-technischen und medizinischen Assistenzberufen sowie in weiteren Gesundheitsberufen. Mehr als 80 Prozent sind Frauen, etwa die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in Teilzeit. Sie leisten täglich hochprofessionelle Arbeit und tragen dazu bei, dass im Jahr knapp 537.000 stationäre Aufenthalte, tausende Ambulanzbesuche, Therapien, Labortests und viele weitere Tätigkeiten mit einem hohen Qualitätsstandard durchgeführt werden.
 
Studie zeigt Versäumnisse des Landes
 
In einer qualitativen Studie hat die AK Oberösterreich die derzeitige Arbeitssituation in den oberösterreichischen Krankenhäusern erhoben. Neben einer Literaturanalyse, exemplarischen Zeitaufzeichnungen und Blitzlichtabfragen bei Betriebsräten/-innen und Beschäftigten wurden über 200 Gespräche mit unterschiedlichen Akteuren/-innen geführt: u.a. mit Pflegekräften, Hebammen, Angehörigen der MTD und MAB-Berufe, Angehörigen der unterstützenden Berufe, Betriebsratsmitgliedern, Pflegedirektoren/-innen sowie Bereichs- und Stationsleitern/-innen.
 
Beschäftigte extrem belastet
 
Fazit der AK-Studie: Ein stark verändertes Leistungsangebot, ein neues Pflegeverständnis, die massive Zunahme von Demenzkranken, die Veränderung der Beschäftigtenstruktur in den Krankenhäusern sowie die Nichtbeachtung von Krankenständen oder Weiterbildungen belasten die Beschäftigten enorm und gefährden die Versorgungsqualität. Es braucht dringend neue leistungsorientierte Modelle der Personalberechnung und eine ausreichende Finanzierung der berechneten Dienstposten. Knappe Personalbesetzungen sind ein Hauptgrund für die belastenden Arbeitsbedingungen. Die verwendeten Berechnungsmodelle entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen und Aufgaben im Krankenhaus.
„Damit die Beschäftigten in Oberösterreichs Krankenhäusern gesund das Regelpensionsalter erreichen können und damit die hohe Versorgungsqualität für die Patientinnen und Patienten erhalten bleibt, muss das Personal – verteilt über alle Berufsgruppen – möglichst rasch um 20 Prozent aufgestockt werden“, verlangt AK-Präsident Kalliauer. Es geht um rund 2.500 Vollzeitäquivalente. Damit soll garantiert sein,
  • dass Ausfallszeiten (Krankenstände, Urlaube, Weiterbildungen, Umkleidezeiten) in den Personalberechnungen verbindlich berücksichtigt werden können.
  • Schwangerschaften ab dem Tag der Meldung im Dienstpostenplan entsprechend berücksichtigt werden können und sofortiger Ersatz ermöglicht wird.
  • verbindliche Regelungen für die Besetzung der Nacht- und Wochenenddienste inkl. Qualifikationsniveau geschaffen werden und diese nicht zulasten der Tagesbesetzung gehen.
  • zusätzliche Zeitressourcen für alle Bereiche, in denen vermehrt Patienten/-innen mit Demenz betreut werden, geschaffen werden.
  • Unterstützungsberufe zur Entlastung der Gesundheitsberufe wie Abteilungshilfen, Stationssekretariate etc. eingesetzt werden.
  • ein verstärkter Fokus auch auf die Dienstpostenpläne und Arbeitsbedingungen aller weiteren Berufsgruppen im Krankenhaus (wie Küche, Reinigung, Verwaltung, Wäscherei, Haustechnik etc.) gelegt wird.
 
Längerfristig muss die Tätigkeit aller Berufsgruppen im Krankenhaus arbeitswissenschaftlich bewertet werden und sich in transparenten, gesetzlich verbindlichen Personalbedarfsberechnungen abbilden.
Als Garantie für eine zukunftsorientierte Versorgungs- und Arbeitsqualität in Oberösterreichs Krankenhäusern muss die Landesregierung sich klar zur öffentlichen Finanzierung der Gesundheitsleistungen bekennen und die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.
 
Weitere Informationen:

Welthospiztag: Auch Kinder brauchen palliative Begleitung

ÖGB/ARGE- FGV Bundersvorsitzender Josef Zellhofer
ÖGB/ARGE- FGV Bundersvorsitzender Josef Zellhofer

„Wenn wir an Hospiz denken, haben wir nur das Bild von betagten, älteren Menschen im Kopf. Es brauchen aber auch Kinder, Jugendliche und junge Menschen palliative Begleitung. Diese dürfen wir nicht vergessen,“ erinnert Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-FGV anlässlich des Welthospiztages, der dieses Jahr am 13.Oktober stattfand.

Menschenwürdige Unterstützung Sterbender braucht gutes Fachpersonal

„Immer mehr Menschen wollen zu Hause im Beisein ihrer Angehörigen leben und sterben. Zur Betreuung bedarf es höchst qualifizierter Teams verschiedenster Professionen. Darum fordern wir eine Erhöhung der Pflegegeldstufen und deren jährliche Valorisierung,“ so Zellhofer. „Die Situation selbst ist für Familien traumatisch genug und eine menschenwürdige Unterstützung des Sterbenden und der Angehörigen kann nur durch hochqualifiziertes Fachpersonal gewährleistet werden!“ 

„Wie wichtig unsere Forderung nach dieser fachlichen Weiterqualifizierung war, die 2016 im Rahmen der Novelle zum Bundesgesetz zum Gesundheits- und Krankenpflegegesetz verankert wurde, zeigt der rege Zulauf zu dieser Sonderausbildung“, stellt Zellhofer fest. 

Weitere Informationen:

Gesund & Sozial 3 2016- GuKG Novelle 

"Wir lassen uns nicht verheizen!"

80 Hebammen, sowohl freiberuflich tätige Kolleginnen als auch Kolleginnen aus den oberösterreichischen Krankenanstalten, haben am 3. Oktober über die Zukunft ihrer Berufsgruppe in der Arbeiterkammer OÖ diskutiert.

Sie alle folgten dem Aufruf der ÖGB Fachgruppe für Gesundheits- und Sozialberufe. „Die heutige Veranstaltung war ein voller Erfolg“, zeigt sich Branko Novaković, Vorsitzender der ÖGB Fachgruppe und gleichzeitig Zentralbetriebsratsvorsitzender im Kepler Universitätsklinikum, erfreut. „Als Fachgruppe im ÖGB haben wir die Möglichkeit, die Hebammen in ganz Oberösterreich zu vertreten. Und heute haben wir gemeinsam mit den Kolleginnen erarbeitet, wo wir die Schwerpunkte setzen werden – beispielsweise beim Gehalt der Hebammen.“

Bereits in der Vergangenheit konnte auf Betreiben der ÖGB Fachgruppe und des KUK Zentralbetriebsrats viel erreicht werden, etwa die Ausweitung der Hebammen-Ausbildung an der FH OÖ: ab sofort wird in jedem Jahr ein Ausbildungslehrgang starten. In der Vergangenheit wurde in jedem dritten Jahr kein Jahrgang ausgebildet.
Großes Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit den oberösterreichischen Hebammen festzulegen, wo künftig Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Hier ist auch das oberösterreichische Hebammengremium als wichtiger Verbündeter nicht wegzudenken. Als wesentlichen Punkt nannten die Teilnehmerinnen eine Anhebung des Gehalts: Die Akademisierung der Hebammen-Ausbildung wird bis heute in der oberösterreichischen Einreihungsverordnung nicht abgebildet. Noch wichtiger ist für die Hebammen jedoch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Krankenanstalten: insbesondere mehr Personal ist nötig, um eine ausreichende Betreuung der Mütter und ihrer Kinder vor, während und nach der Geburt gewährleisten zu können. Denn auch wenn Hebammen für ihren Beruf als Starthelferinnen ins Leben brennen: sie wollen sich nicht verheizen lassen.

Informationsaustausch der oö Hebammen
Informationsaustausch der oö Hebammen

Gesund & Sozial 3 2018

Gesund und Sozial 3 2018- Gesundheitsgespräche Albach

Die neue Ausgabe von Gesund und Sozial befasst sich in der Coverstory mit den im August stattgefundenen  Gesundheitsgesprächen am Europäischen Forum Alpbach. Das diesjährige Thema war "Diversität und Resilienz". ÖGB/ARGE- FGV Vorsitzender Josef Zellhofer und Bundessekretär Karl Preterebner waren vor Ort und nutzen den Rahmen des Forums zum intensiven Austausch und Netzwerken. 

Ein weiteres Thema, das seit einigen Wochen immer wieder durch die Medien geistert, ist die Einführung einer ´Pflegelehre´. Warum dies alles andere als eine gute Idee ist, erklärt Chefredakteur Karl Preterebner im Beitrag "BHS statt Pflegelehre".  Die stellvertretenden Vorsitzenden der ÖGB/ARGE- FGV Silvia Weber-Tauß (GPA-djp) und Willibald Steinkellner (vida) äußern ihre Meinung und Bedenken zur geplanten Sozialversicherungs-Reform und Reinhard Waldhör (GÖD) befasst sich eindrucksvoll und mitreißend mit dem Thema Sicherheitsmanagement im Krankenhaus. 

Weitere informative Beiträge behandeln die Entlohnung von Pflegeberufen in Oberösterreich, einer neuen gesetzlichen Rechtslage bei der Testamentserstellung und die diesjährige Verleihung des Fritz-Freyschlag-Preises an unsere langjährige und verdienstvolle Kollegin Martha Fleschurz. Wie gewohnt sind auch in dieser Ausgabe interessante Veranstaltungs- und Seminarankündigungen, sowie lesenswerte Buchtipps enthalten.

Das Redaktionsteam wünscht viel Spaß beim Lesen und Schmökern!!  

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Ich brenne für meine Beruf- von Verheizen war nicht die Rede!

Kundgebung Hebammen Linz Mai 2018
Kundgebung Hebammen Linz Mai 2018

Hebammen- 99,9 % Frauen, 100% unterbezahlt ! 

Am 8. Mai 2018 fand in Linz eine Protestveranstaltung der Hebammen statt. Forderungen der circa 300 Teilnehmerinnen waren:

  • mehr Personal 
  • mehr Ausbildungsjahrgänge 
  • faire Bezahlung für einen hochverantwortlichen Beruf  

 

ÖGB-Achitz: Pflege solidarisch finanzieren – mit Erbschafts- und Schenkungssteuer!

Pflegeversicherung würde Faktor Arbeit belasten – ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber müssten zahlen
 
„Eine Pflegeversicherung würde zu einer Verschiebung der Finanzierungslast führen, und zwar zu den ArbeitnehmerInnen und den Arbeitgebern“, warnt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: „Das passt nicht zusammen mit dem Ziel, den Faktor Arbeit zu entlasten. Um die Pflege in Zukunft solidarisch zu finanzieren, braucht es endlich Erbschafts- und Schenkungssteuern!“ Vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen müssen schon derzeit einen beträchtlichen Teil ihres Einkommens für Sozialversicherungsbeiträge aufwenden und könnten sich eine zusätzliche Versicherung nicht leisten.
 
Den Kapitalmärkten ausgeliefert
Der Vorteil der Steuerfinanzierung ist, dass die Leistungen, zum Beispiel Pflegegeld, für die Pflege von der Allgemeinheit und somit solidarisch finanziert werden. ECO Austria schlägt hingegen eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung vor.
„Kurz gesagt: Wer Geld hat, kann ansparen, wer keines hat, schaut durch die Finger. Und auch die, die sich’s leisten können, sind dann den Entwicklungen der Kapitalmärkte ausgeliefert“, sagt Achitz. Aus gutem Grund gibt es in der österreichischen Sozialversicherung keinen Zweig, der auf einem kapitalgedeckten System beruht.
 
Was passiert mit denen, die zu wenig eingezahlt haben?
Die Umstellung auf eine Pflegeversicherung würde auch dazu führen, dass der Anspruch auf die Leistungen (z. B. Platz im Pflegeheim) davon abhängig ist, dass eine gewisse Anzahl an Jahren in die Pflegeversicherung eingezahlt wurde. Achitz: „Pflegebedürftig zu sein reicht dann nicht mehr, um Pflege zu bekommen.“
 
Der ÖGB fordert:
  • Nachhaltige Sicherstellung der Finanzierung der Pflege durch Implementierung des Pflegefonds ins Dauerrecht
  • Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer

Pressekonferenz – Gemeinsam in Fahrt für Österreichs Gesundheitssystem!

Pressekonferenz
Pressekonferenz Europäisches Forum Alpbach 2018

2012 erfolgte der Startschuss für eine umfassende Gesundheitsreform von Bund, Länder und Sozialversicherungsträgern. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz beim Europäischen Forum Alpbach zogen der Vorsitzender des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger Alexander Biach, die Gesundheitslandesräte Christopher Drexler (Steiermark) und Peter Hacker (Wien), die Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner sowie der Tiroler Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg eine vorläufige Zwischenbilanz.

Der Erfolg der getroffenen Maßnahmen, zurückzuführen auf eine gemeinsame Zielsteuerung und bessere Koordinierung, konnte die jährliche Kostensteigerung im Gesundheitswesen nachweislich reduzieren. So haben sich zum Beispiel die Anzahl der Krankenhausaufenthalte verringert, Wartezeiten bei CT und MR verkleinert, während die Kariesprofilaxe bei Kindern stark verbessert wurde. Bisher entstanden 10 neue Primärversorgungseinrichtungen, von denen sieben bereits im Betrieb sind. Bis 2021 soll gemäß Zielsteuerungsvertrag die Anzahl auf mindestens 75 Primärversorgungseinheiten anwachsen. Dafür wurden von Bund, Ländern und Sozialversicherung gemeinsam 200 Mio. Euro reserviert. Nächster Schwerpunkt sind die Entstehung von Facharztzentren.

Download Unterlagen:

Gesund & Sozial 2 2018

Gesund und Sozial 2 2018- Arbeit 4.0
Gesund und Sozial 2 2018 - Arbeit 4.0

Die zweite Ausgabe 2018 beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema "Arbeit 4.0 - Chancen und Risiken im Gesundheitswesen". Chefredakteur Karl Preterebner beleuchtet in seinem Leitartikel die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gestaltung von Arbeitsverhältnissen in den Gesundheitsberufen. 

Weitere Beiträge befassen sich u.a. mit dem im April stattgefundenen Gesundheits- und Pflegekongress der Gewerkschaft younion. Silvia Weber- Tauß von der GPA-djp ortet in der von der Regierung geplanten Reform der Sozialversicherungsträger eine Schwächung der Selbstverwaltung. Reinhard Waldhör (GÖD) berichtet vom Aktionstag "Gewalt darf kein Berufsrisiko sein!" und Willi Steinkellner (vida) informiert über die europaweit einzigartige Gewerkschaftsinitiative ´vidaflex´, die sich Ein-Personen-Unternehmen annimmt.  

Download der aktuellen Ausgabe

Alle Ausgaben von Gesund und Sozial finden Sie hier

 

Digitalisierung- Wir wollen mitgestalten !

Digitalisierung 03052018
Veranstaltungsbroschüre Digitalisierung

Am 3.5.2018 veranstaltete die ÖGB/ARGE- FGV im ÖGB eine Podiumsdiskussion zum Thema "Digitalisierung- Auswirkungen auf die Gesundheitsberufe".

Namhafte Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft und Interessensvertretungen beleuchteten aktuelle und zukünftige Entwicklungen sowie Herausforderungen.

Die Publikation der Veranstaltung steht hier zum Download bereit. 

Pflege und Betreuung in Europa: Arbeit, Sorge, Zukunft

Trendreport 1 2018
Trendreport 1 2018

Die Ausgabe 1/2018 des Trendreport Arbeit, Bildung, Soziales – Österreich im Europavergleich behandelt schwerpunktmäßig das Thema Pflege und Betreuung in Europa. 

Die Menschen in Europa werden immer älter und damit steigt der Bedarf an Betreuung und Pflege. Diese Entwicklung stellt Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen: Wie sollen der zunehmende Betreuungs- und Pflegebedarf abgedeckt und finanziert werden? Wie können die Arbeitsbedingungen für Betreuungs- und Pflegekräfte nachhaltig verbessert werden? Welche Rolle kann und soll in Zukunft die unbezahlte familiäre Pflege spielen, wenn viele der pflegenden Angehörigen erwerbstätig sind? Diesen Fragen geht die aktuelle Ausgabe des Trendreport Arbeit, Bildung, Soziales nach. 

Themen sind unter anderem die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Angehörigenpflege, die Belastungen und Herausforderungen in der professionellen Betreuung und Pflege, neu entstehende gewerkschaftliche Initiativen zur Organisierung von 24-Stunden-Betreuer/innen und die Unterschiede bei der Finanzierung des Risikos der Pflegebedürftigkeit. Im Interview spricht der Trendreport mit dem Leiter der internationalen Gewerkschaft UNICARE Adrian Durtschi über tatsächliche und vermeintliche Herausforderungen in der Langzeitpflege.

Download hier 

Zellhofer wieder zum Bundesvorsitzenden gewählt

Bundesvorsitzender Josef Zellhofer
Bundesvorsitzender Josef Zellhofer bedankt sich für das erneute Vertrauen

Josef Zellhofer wurde am 13.6.2018 erneut zum Vorsitzenden der ÖGB/ARGE- FGV gewählt. "Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich schon auf die kommenden Herausforderungen!" so Zellhofer. 

Zusammen mit seinen Stellvertreterinnen Silvia Weber Tauß (GPA-djp), Willibald Steinkellner (vida) und Reinhard Waldhör (GÖD) bildet Zellhofer den Bundesbeirat der ÖGB/ARGE- Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe der Funktionsperiode 2018 - 2023. 

Weitere Infos zu den Bundes- und Landesgremien der ÖGB/ARGE- FGV hier 

Konstituierung der ÖGB/ARGE- FGV 2018- 2023 und Ehrungen (Juni 2018)

Bericht Periode 2013 - 2018

Bericht ÖGB/ARGE - FVG 2013-2018
Bericht der ÖGB/ARGE - FGV 2013-2018

Fünf Jahre sind wie im Flug vergangen. Mit dem ÖGB Kongress Juni 2018 steht auch eine neue Periode in der ÖGB/ARGE- FGV für Gesundheits- und Sozialberufe an. So ist es auch berechtigt, Rückschau zu halten, was wir in den letzten fünf Jahren erledigen konnten. Und für das Ergebnis muß sich die Fachgruppe nicht verstecken. Die letzten fünf Jahre waren Jahre der Umsetzung. 

Den vollständigen Bericht mit allen Details Download hier

Registrierung für Gesundheitsberufe

Gesundheitsberuferegister
Logo © Gesundheitsberuferegister

Das neue Register ist ein Verzeichnis für Angehörige der Gesundheitsberufe, welches sowohl für diese Berufsgruppen als auch für PatientInnen von Vorteil ist. Ziel ist, die erworbenen Qualifikationen im Gesundheitsbereich aufzuwerten sowie mehr PatientInnensicherheit zu gewährleisten. Die Registrierung beginnt am 1. Juli 2018 und ist eine Voraussetzung für die Ausübung des jeweiligen Gesundheitsberufes.

Weitere Infos auf der Webseite der Arbeiterkammer

 

Presseaussendung ÖGB/ARGE- FGV Zellhofer: "Die Pflegeausbildung nicht verwässern!"

ÖGB/ARGE- FGV Vorsitzender Josef Zellhofer
Zellhofer: "Besser das derzeitige System unterstützen!"

Der Finanzminister sollte besser die derzeitige hochwertige Ausbildung unterstützen

"Das ist eine Verwässerung der derzeitigen Ausbildung und geht zusätzlich an der Realität vorbei", kritisiert Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe, den Vorschlag von Finanzminister Hartwig Löger, einen eigenen Lehrberuf ´Pflege´ zu schaffen.

"Die Pflege ist eine hochwertige Tätigkeit und die derzeitige Ausbildung ist darauf abgestimmt. Daher gibt es auch das Berufsbild ´PflegeassistentIn´˜, erklärt Zellhofer. Lögers Vorschlag geht allerdings auch an der Realität vorbei. Erst mit 17 Jahren darf direkt mit PatientInnen gearbeitet werden. Zellhofer: "Löger soll besser das derzeitige Ausbildungssystem unterstützen."

 

Arbeit 4.0 - Die Zukunft gemeinsam gestalten

Veranstaltung Digitalisierung 3.5.2018

Einladung: Tag der Pflege 3.5.2018

Digitalisierung: Auswirkungen auf die Gesundheitsberufe

Unserer Gesellschaft steht mitten in einem radikalen Umbruch. Die Digitalisierung verändert unsere Arbeits- und Lebenswelten in einem nie dagewesenen Tempo. Auch der Gesundheitsbereich ist davon betroffen und viele technische Neuerungen, die noch vor einigen Jahren als Science Fiction galten, haben längst Einzug in den Arbeitsalltag der Gesundheitsberufe gefunden.

Referentinnen:

  • Dr. Eva Deutsch, IBM Watson Österreich
  • Dr. Wolfgang Perthold, Medtronic
  • Ing. Michael Schrack, Medtronic
  • Mag. Caroline Krammer, Arbeiterkammer Wien
  • Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE- FGV 

Eine Podiumsdiskussion der Expertinnen und Experten, moderiert von Mag. Gabriele Pelzmann, rundet das Programm ab. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei Getränken und Snacks, das eine oder andere Thema individuell noch zu vertiefen und die Veranstaltung ausklingen zu lassen.

3. Mai 2018, 14:00 bis 17:00 Uhr

ÖGB / Catamaran, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1, Riverbox

Digitalisierung in der mobilen Pflege

Auch in den Gesundheits- und Sozialberufen schreitet die Digitalisierung voran. Nicht immer offensichtlich, denn der Faktor Mensch ist natürlich weiterhin im Zentrum. Smarte Geräte helfen aber bei der Organisation der Einsätze. Oder sind sie doch ein Stressfaktor? Ein Erfahrungsbericht aus dem mobilen Besuchsdienst: 

Video

ÖGB – Resolution an den neuen Nationalrat und die Sozialpartner

ÖGB
Wer den sozialen Frieden gefährdet, hat mit Widerstand zu rechnen.

18. Oktober 2017 

Die Sozialpartnerschaft ist eine der tragenden Säulen der Zweiten Republik. Das System des Interessenausgleichs von ArbeitnehmerInnen und Arbeitgebern funktioniert unabhängig von politischen Mehrheiten. Laufend beweisen die Sozialpartner auch in wirtschaftlich schwierigen Situationen ihre Lösungskompetenz. 

Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft und zur Konsensdemokratie
Der ÖGB-Bundesvorstand erwartet sich von allen politischen Parteien und gesellschaftlichen Bewegungen in Österreich, dass sie auch in Zukunft die Rolle der Sozialpartner anerkennen und diese weiterhin in die politische Entscheidungsfindung einbinden. Das ist entscheidend für die Sicherung des Wohlstands in Österreich und trägt wesentlich zum sozialen Frieden und zur wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Land bei. Gerade im Hinblick auf die vor uns liegenden Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt wäre es fahrlässig, auf die Expertise der Sozialpartner zu verzichten. 

Starke Sozialpartnerschaft braucht starke Kammern
Das auf der gesetzlichen Mitgliedschaft beruhende Kammersystem ist ein wesentliches Element der Sozialpartnerschaft und muss es auch bleiben. Durch dieses System sind die verschiedenen Interessensgruppen umfassend eingebunden. Gesetzliche Mitgliedschaft und Selbstverwaltung genießen darüber hinaus hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Alternative wäre ein intransparenter Wirtschaftslobbyismus, bei dem die ArbeitnehmerInnen auf der Strecke bleiben. 

Nur solidarische Mitgliedschaft auf gesetzlicher Basis garantiert flächendeckende Geltung der Kollektivverträge
Kollektivverträge sorgen für einheitliche, branchenspezifische Standards. Sie sorgen dafür, dass Löhne, Gehälter und sonstige Arbeitsbedingungen kein Gegenstand der Konkurrenz zwischen den Arbeitgebern sind. Die Kollektivverträge tragen damit Wesentliches zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich bei und sind das wichtigste Instrument gegen Lohndumping. Damit die hohe Tarifabdeckung – für 98 Prozent der ArbeitnehmerInnen gilt ein Kollektivvertrag – erhalten bleibt, darf auch von der gesetzlichen Mitgliedschaft in den Fachverbänden der Wirtschaftskammern nicht abgegangen werden.

Alle Menschen in Österreich profitieren von starkem Sozialstaat
Der Sozialstaat ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Zweiten Republik. Der ÖGB-Bundesvorstand ermahnt alle politischen Parteien, das System der sozialen Absicherung nicht leichtfertig zu gefährden und sich zu einem starken Sozialstaat zu bekennen. Davon müssen auch in Zukunft alle Menschen in diesem Land profitieren. Der Sozialstaat muss zuverlässigen Schutz gegen Armut, Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter bieten.
Ohne Sozialstaat wird sozialer Aufstieg noch stärker von sozialer Herkunft abhängig und unzählige Talente könnten sich in Österreich nicht entfalten. Das wäre gerade in Zeiten des demographischen Wandels nicht nur unsozial, sondern wirtschaftspolitisch kontraproduktiv. 

Sozialstaat sorgt für Stabilität, Wachstum und sozialen Frieden
Auch der Wirtschaftsstandort Österreich profitiert in hohem Maße vom österreichischen Wohlfahrtsstaat, da Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Pensionen- und Familienleistungen zur Stabilität der Konsumausgaben beitragen. 

Für Selbstverwaltung in der Sozialversicherung
Der ÖGB-Bundesvorstand bekennt sich zum Prinzip der Selbstverwaltung der Sozialversicherungsträger. Diese versichertennahe Form der Verwaltung kann rascher, billiger und unbürokratischer reagieren. Aus diesem Grund erwartet der ÖGB-Bundesvorstand ein klares Bekenntnis aller politischen Parteien zur sozialpartnerschaftlichen Selbstverwaltung. 

Um die vor uns liegenden Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen, fordert der ÖGB-Bundesvorstand daher von allen im Nationalrat vertretenen Parteien:
> Bekenntnis zu Sozialpartnerschaft und Interessenausgleich: Die Sozialpartnerschaft hat in vielen Fragen Lösungskompetenz bewiesen. Der soziale Frieden muss erhalten werden. Das System des institutionalisierten Interessenausgleichs darf daher nicht infrage gestellt werden.
> Bekenntnis zur gesetzlichen Mitgliedschaft in den Kammern: Die gesetzliche Mitgliedschaft in den Kammern genießt hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Ein In-Frage-Stellen dieses Systems würde dazu führen, dass viele Personen – ArbeitnehmerInnen wie Arbeitgeber – unvertreten wären und mit ihren Anliegen und Ansprüchen kein Gehör fänden.
> Bekenntnis zum Kollektivvertragssystem: Die Kollektivverträge sind ein Garant für einheitliche, branchenspezifische Standards.
> Bekenntnis zur Selbstverwaltung in der Sozialversicherung: Die Selbstverwaltung der Sozialversicherung soll ausdrücklich in der Verfassung verankert werden.
> Bekenntnis zu einem starken Sozialstaat: Der österreichische Sozialstaat muss gesichert und ausgebaut werden, um Menschen im Falle von Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit, Armut oder auch in anderen schwierigen Lebenslagen abzusichern.
> Bekenntnis zur Daseinsvorsorge und strategischem öffentlichen Eigentum: Eine solidarische Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn sich ihre Mitglieder auf die Säulen der Daseinsvorsorge verlassen können. Das heißt insbesondere, dass es für alle eine ausreichende öffentliche Bereitstellung von Gesundheitsversorgung, Wohnraum, Mobilität, Infrastruktur und sozialer Absicherung geben muss. 

Wer diese Garanten des sozialen Friedens leichtfertig aufs Spiel setzt, hat mit massivem Widerstand der Gewerkschaftsbewegung zu rechnen.

Dieser Appell des ÖGB-Bundesvorstands gilt aber nicht nur den Parlamentsparteien, sondern auch der Arbeitgeberseite in der Sozialpartnerschaft. Der ÖGB-Bundesvorstand fordert die Wirtschaftskammer sowie alle anderen VertreterInnen privater und öffentlicher Arbeitgeber auf, mit den Gewerkschaften an der gemeinsamen Lösung von Problemen im Sinne der Betroffenen zu arbeiten, mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort zu stärken und zum Wohlergehen der ArbeitnehmerInnen beizutragen. Es gilt, die Sozialpartnerschaft aktiv zu leben und nicht – wie aktuell von einzelnen Fachverbänden praktiziert –, durch Verschleppung und Verzögerung von Kollektivvertragsverhandlungen oder Verweigerung von Gesprächen weiter an der Eskalationsschraube zu drehen.