ÖGB/ARGE- FGV: Österreich braucht uns

Willkommen auf der Webseite der ÖGB/ARGE - Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe. Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft der Gewerkschaften vida, younion, GÖD und GPA-djp und ein Teil des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Weitere Informationen zu uns finden Sie hier.

 

Gute Pflege für alle! Österreich braucht uns. 

 

Zellhofer wieder gewählt

Josef Zellhofer wurde am 13.6.2018 erneut zum Vorsitzenden der ÖGB/ARGE- FGV gewählt. "Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich schon auf die kommenden Herausforderungen!" so Zellhofer. 

Zusammen mit seinen Stellvertreterinnen Silvia Weber Tauß (GPA-djp), Willibald Steinkellner (vida) und Reinhard Waldhör (GÖD) bildet Zellhofer den Bundesbeirat der ÖGB/ARGE- Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe der Funktionsperiode 2018 - 2023. 

Weitere Infos hier

 

Bericht Periode 2013 - 2018

Fünf Jahre sind wie im Flug vergangen. Mit dem ÖGB Kongress Juni 2018 steht auch eine neue Periode in der ÖGB/ARGE- FGV für Gesundheits- und Sozialberufe an. So ist es auch berechtigt, Rückschau zu halten, was wir in den letzten fünf Jahren erledigen konnten. Und für das Ergebnis muß sich die Fachgruppe nicht verstecken. Die letzten fünf Jahre waren Jahre der Umsetzung. 

Den vollständigen Bericht mit allen Details Download hier

Registrierung für Gesundheitsberufe

Gesundheitsberuferegister
Logo © Gesundheitsberuferegister

Das neue Register ist ein Verzeichnis für Angehörige der Gesundheitsberufe, welches sowohl für diese Berufsgruppen als auch für PatientInnen von Vorteil ist. Ziel ist, die erworbenen Qualifikationen im Gesundheitsbereich aufzuwerten sowie mehr PatientInnensicherheit zu gewährleisten. Die Registrierung beginnt am 1. Juli 2018 und ist eine Voraussetzung für die Ausübung des jeweiligen Gesundheitsberufes.

Weitere Infos auf der Webseite der Arbeiterkammer

 

Presseaussendung ÖGB/ARGE- FGV Zellhofer: "Die Pflegeausbildung nicht verwässern!"

ÖGB/ARGE- FGV Vorsitzender Josef Zellhofer
Zellhofer: "Besser das derzeitige System unterstützen!"

Der Finanzminister sollte besser die derzeitige hochwertige Ausbildung unterstützen

"Das ist eine Verwässerung der derzeitigen Ausbildung und geht zusätzlich an der Realität vorbei", kritisiert Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe, den Vorschlag von Finanzminister Hartwig Löger, einen eigenen Lehrberuf ´Pflege´ zu schaffen.

"Die Pflege ist eine hochwertige Tätigkeit und die derzeitige Ausbildung ist darauf abgestimmt. Daher gibt es auch das Berufsbild ´PflegeassistentIn´˜, erklärt Zellhofer. Lögers Vorschlag geht allerdings auch an der Realität vorbei. Erst mit 17 Jahren darf direkt mit PatientInnen gearbeitet werden. Zellhofer: "Löger soll besser das derzeitige Ausbildungssystem unterstützen."

 

Arbeit 4.0 - Die Zukunft gemeinsam gestalten

Veranstaltung Digitalisierung 3.5.2018

Einladung: Tag der Pflege 3.5.2018

Digitalisierung: Auswirkungen auf die Gesundheitsberufe

Unserer Gesellschaft steht mitten in einem radikalen Umbruch. Die Digitalisierung verändert unsere Arbeits- und Lebenswelten in einem nie dagewesenen Tempo. Auch der Gesundheitsbereich ist davon betroffen und viele technische Neuerungen, die noch vor einigen Jahren als Science Fiction galten, haben längst Einzug in den Arbeitsalltag der Gesundheitsberufe gefunden.

Referentinnen:

  • Dr. Eva Deutsch, IBM Watson Österreich
  • Dr. Wolfgang Perthold, Medtronic
  • Ing. Michael Schrack, Medtronic
  • Mag. Caroline Krammer, Arbeiterkammer Wien
  • Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE- FGV 

Eine Podiumsdiskussion der Expertinnen und Experten, moderiert von Mag. Gabriele Pelzmann, rundet das Programm ab. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei Getränken und Snacks, das eine oder andere Thema individuell noch zu vertiefen und die Veranstaltung ausklingen zu lassen.

3. Mai 2018, 14:00 bis 17:00 Uhr

ÖGB / Catamaran, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1, Riverbox

Digitalisierung in der mobilen Pflege

Auch in den Gesundheits- und Sozialberufen schreitet die Digitalisierung voran. Nicht immer offensichtlich, denn der Faktor Mensch ist natürlich weiterhin im Zentrum. Smarte Geräte helfen aber bei der Organisation der Einsätze. Oder sind sie doch ein Stressfaktor? Ein Erfahrungsbericht aus dem mobilen Besuchsdienst: 

Video

ÖGB – Resolution an den neuen Nationalrat und die Sozialpartner

ÖGB
Wer den sozialen Frieden gefährdet, hat mit Widerstand zu rechnen.

18. Oktober 2017 

Die Sozialpartnerschaft ist eine der tragenden Säulen der Zweiten Republik. Das System des Interessenausgleichs von ArbeitnehmerInnen und Arbeitgebern funktioniert unabhängig von politischen Mehrheiten. Laufend beweisen die Sozialpartner auch in wirtschaftlich schwierigen Situationen ihre Lösungskompetenz. 

Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft und zur Konsensdemokratie
Der ÖGB-Bundesvorstand erwartet sich von allen politischen Parteien und gesellschaftlichen Bewegungen in Österreich, dass sie auch in Zukunft die Rolle der Sozialpartner anerkennen und diese weiterhin in die politische Entscheidungsfindung einbinden. Das ist entscheidend für die Sicherung des Wohlstands in Österreich und trägt wesentlich zum sozialen Frieden und zur wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Land bei. Gerade im Hinblick auf die vor uns liegenden Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt wäre es fahrlässig, auf die Expertise der Sozialpartner zu verzichten. 

Starke Sozialpartnerschaft braucht starke Kammern
Das auf der gesetzlichen Mitgliedschaft beruhende Kammersystem ist ein wesentliches Element der Sozialpartnerschaft und muss es auch bleiben. Durch dieses System sind die verschiedenen Interessensgruppen umfassend eingebunden. Gesetzliche Mitgliedschaft und Selbstverwaltung genießen darüber hinaus hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Alternative wäre ein intransparenter Wirtschaftslobbyismus, bei dem die ArbeitnehmerInnen auf der Strecke bleiben. 

Nur solidarische Mitgliedschaft auf gesetzlicher Basis garantiert flächendeckende Geltung der Kollektivverträge
Kollektivverträge sorgen für einheitliche, branchenspezifische Standards. Sie sorgen dafür, dass Löhne, Gehälter und sonstige Arbeitsbedingungen kein Gegenstand der Konkurrenz zwischen den Arbeitgebern sind. Die Kollektivverträge tragen damit Wesentliches zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich bei und sind das wichtigste Instrument gegen Lohndumping. Damit die hohe Tarifabdeckung – für 98 Prozent der ArbeitnehmerInnen gilt ein Kollektivvertrag – erhalten bleibt, darf auch von der gesetzlichen Mitgliedschaft in den Fachverbänden der Wirtschaftskammern nicht abgegangen werden.

Alle Menschen in Österreich profitieren von starkem Sozialstaat
Der Sozialstaat ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Zweiten Republik. Der ÖGB-Bundesvorstand ermahnt alle politischen Parteien, das System der sozialen Absicherung nicht leichtfertig zu gefährden und sich zu einem starken Sozialstaat zu bekennen. Davon müssen auch in Zukunft alle Menschen in diesem Land profitieren. Der Sozialstaat muss zuverlässigen Schutz gegen Armut, Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter bieten.
Ohne Sozialstaat wird sozialer Aufstieg noch stärker von sozialer Herkunft abhängig und unzählige Talente könnten sich in Österreich nicht entfalten. Das wäre gerade in Zeiten des demographischen Wandels nicht nur unsozial, sondern wirtschaftspolitisch kontraproduktiv. 

Sozialstaat sorgt für Stabilität, Wachstum und sozialen Frieden
Auch der Wirtschaftsstandort Österreich profitiert in hohem Maße vom österreichischen Wohlfahrtsstaat, da Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Pensionen- und Familienleistungen zur Stabilität der Konsumausgaben beitragen. 

Für Selbstverwaltung in der Sozialversicherung
Der ÖGB-Bundesvorstand bekennt sich zum Prinzip der Selbstverwaltung der Sozialversicherungsträger. Diese versichertennahe Form der Verwaltung kann rascher, billiger und unbürokratischer reagieren. Aus diesem Grund erwartet der ÖGB-Bundesvorstand ein klares Bekenntnis aller politischen Parteien zur sozialpartnerschaftlichen Selbstverwaltung. 

Um die vor uns liegenden Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen, fordert der ÖGB-Bundesvorstand daher von allen im Nationalrat vertretenen Parteien:
> Bekenntnis zu Sozialpartnerschaft und Interessenausgleich: Die Sozialpartnerschaft hat in vielen Fragen Lösungskompetenz bewiesen. Der soziale Frieden muss erhalten werden. Das System des institutionalisierten Interessenausgleichs darf daher nicht infrage gestellt werden.
> Bekenntnis zur gesetzlichen Mitgliedschaft in den Kammern: Die gesetzliche Mitgliedschaft in den Kammern genießt hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Ein In-Frage-Stellen dieses Systems würde dazu führen, dass viele Personen – ArbeitnehmerInnen wie Arbeitgeber – unvertreten wären und mit ihren Anliegen und Ansprüchen kein Gehör fänden.
> Bekenntnis zum Kollektivvertragssystem: Die Kollektivverträge sind ein Garant für einheitliche, branchenspezifische Standards.
> Bekenntnis zur Selbstverwaltung in der Sozialversicherung: Die Selbstverwaltung der Sozialversicherung soll ausdrücklich in der Verfassung verankert werden.
> Bekenntnis zu einem starken Sozialstaat: Der österreichische Sozialstaat muss gesichert und ausgebaut werden, um Menschen im Falle von Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit, Armut oder auch in anderen schwierigen Lebenslagen abzusichern.
> Bekenntnis zur Daseinsvorsorge und strategischem öffentlichen Eigentum: Eine solidarische Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn sich ihre Mitglieder auf die Säulen der Daseinsvorsorge verlassen können. Das heißt insbesondere, dass es für alle eine ausreichende öffentliche Bereitstellung von Gesundheitsversorgung, Wohnraum, Mobilität, Infrastruktur und sozialer Absicherung geben muss. 

Wer diese Garanten des sozialen Friedens leichtfertig aufs Spiel setzt, hat mit massivem Widerstand der Gewerkschaftsbewegung zu rechnen.

Dieser Appell des ÖGB-Bundesvorstands gilt aber nicht nur den Parlamentsparteien, sondern auch der Arbeitgeberseite in der Sozialpartnerschaft. Der ÖGB-Bundesvorstand fordert die Wirtschaftskammer sowie alle anderen VertreterInnen privater und öffentlicher Arbeitgeber auf, mit den Gewerkschaften an der gemeinsamen Lösung von Problemen im Sinne der Betroffenen zu arbeiten, mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort zu stärken und zum Wohlergehen der ArbeitnehmerInnen beizutragen. Es gilt, die Sozialpartnerschaft aktiv zu leben und nicht – wie aktuell von einzelnen Fachverbänden praktiziert –, durch Verschleppung und Verzögerung von Kollektivvertragsverhandlungen oder Verweigerung von Gesprächen weiter an der Eskalationsschraube zu drehen.