Einladung zum Foto- und Pressetermin der „Offensive Gesundheit“: Videoappell an Minister Anschober - 1. Juli, 8:30 Uhr

Offensive Gesundheit: „Mehr von uns. Besser für uns alle.“
Offensive Gesundheit: „Mehr von uns. Besser für uns alle.“
Öffentliche Übertragung des Videoappells auf Installation mit großflächigen LED-Bildschirmen vor Sozialministerium – Überreichung des Positionspapiers an den Minister

13 Menschen aus 13 verschiedenen Berufen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich richten sich an die Politik und sprechen direkt aus ihrer Erfahrung und Praxis, was derzeit fehlt und dringend benötigt wird. Sie verleihen der „Offensive Gesundheit“ in ihrem dramatischen Videoappell ihre Stimmen und fordern, gehört zu werden. 
 
Die Vertreterinnen und Vertreter der „Offensive Gesundheit“ gehen ab sofort gemeinsam neue Wege und präsentieren ein Sechs-Punkte-Programm für ein zukunftssicheres System der Gesundheit und Langzeitpflege, das sie nun auch an Rudolf Anschober, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, übergeben werden.
Zu diesem Thema lädt die „Offensive Gesundheit“ zu einem Foto- und Pressetermin ein.
 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
  • Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer Wien und der Bundesarbeitskammer
  • Thomas Szekeres, Präsident der Wiener und Österreichischen Ärztekammer
  • Josef Zellhofer, Bundesvorsitzender der ÖGB/ARGE FGV Gesundheits & Sozialberufe
  • Susanne Jonak, Vorsitzende der Hauptgruppe II – younion_Die Daseinsgewerkschaft
  • Martina Kronsteiner, Gesundheitsberufe in der GPA-djp
  • Gerald Mjka, Stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft vida
  • Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft

Datum: Mittwoch, 1. Juli 2020, 08.30 Uhr
Ort: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (Eingang Sozialministerium), Ecke Stubenring/Oskar-Kokoschka-Platz, 1010 Wien

Video der Offensive Gesundheit: „Mehr von uns. Besser für uns alle.“

Offensive Gesundheit

Offensive Gesundheit: „Mehr von uns. Besser für uns alle.“

Offensive Gesundheit:  „Mehr von uns. Besser für uns alle.“
Offensive Gesundheit: „Mehr von uns. Besser für uns alle.“
LEITGEDANKE
 
Für die Beschäftigten des Gesundheitsbereichs und der Langzeitpflege ist die Arbeit oft mehr als nur ein Beruf: Sie arbeiten für die Menschen und für ihre Gesundheit. Diese hohe Motivation und große Leistungsbereitschaft ist jedoch auch mit großer Verantwortung und Herausforderungen verbunden, welche die Kolleginnen und Kollegen immer häufiger an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bringen. Dass sie täglich ihr Bestes geben, reicht auf Dauer leider nicht aus, denn die Grenzen der Belastbarkeit sind längst überschritten.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Offensive Gesundheit gehen daher gemeinsam neue Wege und präsentieren ein Sechs-Punkte-Programm für ein zukunftssicheres System der Gesundheit und Langzeitpflege:
 
Die Offensive Gesundheit ist eine Initiative sämtlicher für den Bereich der Gesundheit und Langzeitpflege verantwortlichen Fachgewerkschaften und Kammern
• Arbeiterkammer Wien
• Ärztekammer für Wien - Kurie der angestellten Ärzte
• GÖD-Gesundheitsgewerkschaft
• GPA-djp
• ÖGB/ ARGE - FGV Gesundheits- und Sozialberufe
• vida
• younion HGII – Team Gesundheit
 
Wir sind Expertinnen und Experten mit unterschiedlichen Spezialisierungen. Um unsere Berufe weiterhin mit Hingabe und Erfolg ausüben zu können, benötigt es Sicherheit, ausreichend Personal sowie gute (einheitliche) Rahmenbedingungen.
Die enorm wachsenden Anforderungen und die Überlastung der Kolleginnen und Kollegen wird durch den kontinuierlich steigenden Personalmangel drastisch weiter verschärft. Diese Arbeitsbedingungen erschweren es Dienstpläne einzuhalten, Abgänge und karenzierte Kolleginnen und Kollegen nach zu besetzen sowie durch zu viel Administration, starre Arbeitszeitmodelle und eine nicht zeitgemäße Ausstattung des Arbeitsplatzes ihrer eigentlichen Berufung nachzukommen. Das ist nicht länger tragbar!
 
Erschwerend kommt hinzu, dass es derzeit für die meisten Berufsgruppen im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege entweder gar keine oder nur unzureichende Vorgaben für die Personalbedarfsberechnung in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gibt.

AUSGANGSLAGE
Schwierige Arbeitsbedingungen führen unter anderem zu einem enormen Mangel an Gesundheitsfachpersonal in allen Bereichen. Überbordende Überstunden, starre Arbeitszeitmodelle, zu viel Administration, nicht zeitgemäße Ausstattung des Arbeitsplatzes und zu wenig Zeit für
Kranke und Pflegebedürftige sind nur einige der brennenden Probleme. Die personelle Unterbesetzung führt schon heute zu kritischen Situationen. Menschen, die auf Gesundheits- und Pflegeleistungen angewiesen sind, erhalten nicht immer das volle Ausmaß an Unterstützung und Hilfe, die sie benötigen. Dies erschwert es ausreichend engagierte Menschen für die Gesundheitsberufe zu begeistern und die notwendige Anzahl an hoch qualifizierten Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen und im Beruf zu halten.
 
Das gesamte Gesundheitspersonal arbeitet in einem Ausnahmezustand und ist schon lange am absoluten Limit ihrer Möglichkeiten angelangt. Die Würde der Menschen muss immer berücksichtigt werden - das gilt auch in der Arbeitswelt und insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Pflege. Die Situation hat sich durch die Corona-Pandemie deutlich verschärft und wird sich durch den wachsenden Bedarf weiter zuspitzen.
 
Konkrete Einflussfaktoren für die veränderten Rahmenbedingungen:
• Verstärkter Bedarf an Gesundheits- und Pflegeleistungen allein aufgrund der demografischen Entwicklung
• Pensionierungswelle der Babyboomer Generation führt zu weniger Personal
• Veränderungen und Zunahme von gleichzeitig auftretenden Krankheitsbildern (Multimorbidität)
• starker Anstieg kognitiver Beeinträchtigung wie zB. demenzieller Veränderungen)
• Steigende Hygiene-Anforderungen (z.B. durch multiresistente Keime)
• Physische und psychische Belastungen durch Arbeitsverdichtung
• Fehlende Planbarkeit der Freizeit, ständiges „Einspringen“ führt zu Überstunden (Stichwort Dienstplanstabilität) und macht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Privatleben unmöglich
• Zu wenig Ressourcen in der Personalplanung für Fehlzeiten (Alter, gesundheitliche Einschränkungen, Urlaub, Krankenstand, Fortbildungen, Schwangerschaft, Karenz, Teilzeitbeschäftigung …)
• stetiger Leistungsanstieg findet in der Personalplanung keine Berücksichtigung

UNSERE ZIELE
Das Hauptziel unserer neuen Plattform ist die Verbesserung der Rahmen- und Arbeitsbedingungen zur Aufrechterhaltung eines krisenfesten Gesundheits- und Pflegesystems in Österreich. Was sich durch die Corona Pandemie gezeigt hat, muss auch in Zukunft für uns handlungsleitend sein: Ein funktionierendes Gesundheits- und Pflegesystem ist zentraler Faktor für die Menschen, ihre Gesundheit, ihr finanzielles, soziales und berufliches Wohlergehen, schlussendlich für unser Wirtschaftssystem und damit für die Lebensqualität der gesamten Gesellschaft. Das dürfen wir auch nach der Corona-Krise nicht vergessen. Es müssen nun endlich die Jahre des Ausbaus und der Investitionen folgen.
Die Anerkennung der Bevölkerung für die herausragenden Leistungen in Medizin und Pflege, war in den letzten Monaten immens. Auch wenn das Klatschen längst wieder verstummt ist, muss der Zuspruch und die Unterstützung der Bevölkerung zu einer spürbaren und dauerhaften Verbesserung der Rahmen- und Arbeitsbedingungen führen. Unser Gesundheits- und Pflegesystem ist sehr vielfältig und hat in der Krise ebenso viele Stärken, wie auch enormen Bedarf an Verbesserungen offenbart. Eine gemeinsame Initiative ist notwendig, um aufzuzeigen, dass politische Entscheidungen unumgänglich sind, um unser Gesundheits- und Pflegesystem vor einem zukünftigen Kollaps zu bewahren.
Wir fordern Taten und vereinen uns unter dem Motto „Mehr von uns. Besser für alle“:

„Unsere 6 Punkte für ein zukunftsfittes Gesundheitssystem“
1. „Wir brauchen mehr Personal. Nach einheitlichen Kriterien.“
Wir gehen in die Offensive für mehr Personal und Fachkräftenachwuchs
• Die Aufstockung des Personals muss nach einer österreichweit verpflichtenden, einheitlichen, transparenten und evidenzbasierten Personalbedarfsberechnungsmethode unter Einberechnung von Ausfallszeiten (z.B. Urlaub, Fortbildung, Krankenstand, Schwangerschaft und Karenz) und zeitlichen Ressourcen für Ausbildung erfolgen.
Nur dann sind bestmögliche Qualität und optimale Versorgung gewährleistet! Es geht nicht um betriebswirtschaftliche Überlegungen. Es geht um Menschen!
• Als ersten Schritt fordern wir Mindestregelungen für die Berechnung des Personalbedarfs wie zB schnellere Nachbesetzung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder die Nichteinberechnung beispielsweise von Führungspersonal oder auch Reinigungskräften in die medizinischen und pflegerischen Basisleistungen

2. „Das Gesundheits- und Pflegesystem muss weiterentwickelt werden.“
Die Einbindung der Expertinnen und Experten vor Ort sichert Erfolg und Akzeptanz:
• WIR sind die Expertinnen und Experten, wenn es um Gesundheit geht.
Sämtliche Weiterentwicklungen des Gesundheits- und Pflegesystems müssen unter Einbindung der und in Abstimmung mit den Betroffenen erfolgen.
• Reformen dürfen keinesfalls zu Lasten der Beschäftigten und Patientinnen und Patienten gehen.
 
3. „Aus- und Weiterbildungsoffensive
Mehr und attraktive Ausbildungsplätze sichern gut ausgebildeten Nachwuchs
• rasche und wirkungsvolle Umsetzung des im Regierungsprogramm vereinbarten Ausbildungsfonds.
• vereinfachter Zugang zu verpflichtenden Weiterbildungen
 
4. „Gesundheit muss etwas wert sein.“
Investitionen ins Gesundheits- und Pflegesystem bringen allen was.
• Corona hat gezeigt, dass die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der falsche Platz sind, um den „Rotstift“ anzusetzen. Das ist auch ökonomisch sinnvoll, denn Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sind wichtige und wirkungsvolle Wirtschaftsmotoren.
• Die zukünftige Personalsicherheit im Gesundheits- und Pflegesystem kann nur mittels Investitionen in attraktive Ausbildungen und gute Arbeitsbedingungen gewährleistet werden. Die Aufstockung der budgetären Mittel dafür ist daher rasch sicherzustellen und umzusetzen.
 
5. „Wir müssen die Arbeitsbedingungen verbessern.“
Bessere Arbeitsbedingungen sowie Gehaltsanpassungen motivieren junge Menschen einen Gesundheitsberuf zu ergreifen und hält sie länger in Beschäftigung:
• Schaffung von modernen Arbeitszeitmodellen, die sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen orientieren (lebensphasengerechtes Arbeiten, flexible Arbeitszeiten, temporäre Teilzeitmodelle für Kinderbetreuung, Altersteilzeit, Verbesserung der Work Life Balance, usw.)
• Mehr Dienstplansicherheit für planbare Frei- und Arbeitszeit
• Maßnahmen zur Reduktion von belastenden Situationen, wie beispielsweise strukturelle Überlastung in Ambulanzen und Nachtdiensten
• Mehr Zeit für Menschlichkeit um die Anforderungen an personen-orientierte Versorgung auch bei komplexen Fällen erfüllen zu können
 
6. „Ressourcen- und Ausrüstungs-Engpässe müssen unter allen Umständen vermieden werden.“
Umfassende Planung sichert die Versorgung überall
• Spätestens seit der Corona-Pandemie ist klar: Es braucht eine gesamt-österreichisch und institutionenübergreifend koordinierte Mittel- und Ressourcenplanung, damit es zu keiner Knappheit von überlebensnotwendigen Ressourcen wie Desinfektionsmitteln, Schutzausrüstung und Medikamenten etc. kommt.
• Sicherstellung einer umfassenden regionalen Versorgung.

UNSERE ZUKUNFTSVISION
Die Offensive Gesundheit, ein Schulterschluss der relevanten Player, steht für das Bewusstsein, dass die Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege mehr wertgeschätzt werden und sich diese in strukturellen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen niederschlagen muss!
Die Anerkennung der Bevölkerung für die in den Gesundheitsberufen tätigen Kolleginnen und Kollegen, vor allem in Medizin und Pflege, war in Zeiten der Pandemie immens. Diese wertschätzende Dankbarkeit muss sich in spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen auswirken. Das ist für einen guten Fortbestand unserer Kliniken und Pflegeeinrichtungen unerlässlich.
Wer den Personalnotstand von morgen bekämpfen will, muss die Beschäftigten von heute wertschätzen und jetzt handeln.

Die Corona-Pandemie hat uns die Grenzen der Belastbarkeit des Gesundheits- und Pflegesystems aufgezeigt. Wir brauchen daher umgehend: „Investitionen, Investitionen, Investitionen“.
Jetzt geht es darum, diese Grenzen zu überwinden und Perspektiven für eine moderne Gesundheits- und Pflegeversorgung mit guten Arbeitsbedingungen aufzuzeigen. Der demografisch bedingte, gewaltige Bedarf an Gesundheits- und Pflegeleistungen kann nur mit gut qualifizierten, motivierten, zufriedenen und in ausreichender Anzahl vorhandenen Menschen in den Gesundheitsberufen bewältigt werden.

Erste Gespräche zur Pflegelehre

Bundessekretär Preterebner nahm für die ÖGB/ARGE- FGV an den Gesprächen zur Pflegelehre teil
Bundessekretär Preterebner nahm für die ÖGB/ARGE- FGV an den Gesprächen zur Pflegelehre teil

Am 26. Mai fand die erste Besprechung des BMWD zur Einführung einer Pflegelehre statt. Auch die ÖGB/ARGE- FGV war durch ÖGB/ARGE- FGV Bundessekretär Karl Preterebner vertreten. Dieser berichtete, dass die Ausbildung 3-jährig sein, mit der Pflegefachassistenz (PFA) abschließen und ab dem Schuljahr 2021/22 starten soll. 

Eine wesentlicher Kritikpunkt der ÖGB/ARGE- FGV an der Pflegelehre in den vergangenen Jahren war immer, dass die Arbeit an PatientenInnen frühestens ab dem 17. Lebensjahr beginnen darf und dies auch durch internationales Recht festgeschrieben ist. Dieser Punkt steht zum jetzigen Zeitpunkt außer Streit und das ist gut so. 

Preterebner betont allerdings, dass ohne strukturelle Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen ein zusätzlicher und unnötiger Ausbildungsweg den Personalmangel nicht beheben wird! Die Gründe, wieso KollegInnen den Beruf verlassen oder erst gar nicht darin zu arbeiten beginnen, sind, wie wir aus zahlreichen Untersuchungen und Befragungen wissen, die schlechten Arbeitsbedingungen. Permanente Mehrarbeit, unsichere Dienstpläne, Personalmangel, uneinheitliche Personalberechnungsmethoden u.a. sind nur einige der Gründe, wieso viele KollegInnen unzufrieden sind. Daran wird auch eine neue Form der Ausbildung, die Einführung eines neuen Ausbildungsweg nichts ändern. 

„Wir werden in den kommenden Monaten an den Besprechungen teilnehmen und versuchen den Gedanken der Pflegelehre in die beliebten und zukunftsfähigen Modelle der BMS und BHS zu ändern, um die beste Lösung in Hinblick auf Ausbildungsqualität und Durchlässigkeit zu sichern, denn Applaus und ein Durchpeitschen von Sinnlosigkeiten ist zu wenig,“ so Preterebner abschließend.  

Stellungnahme der younion _ Die Daseinsgewerkschaft - Hauptgruppe II zur Pflegelehre

Die younion _ Die Daseinsgewerkschaft - Hauptgruppe II lehnt die Pflegelehre eindeutig und entschieden ab.

Die Gesundheits- und Pflegeberufe verfügen derzeit über ausreichende Qualifikationsstufen und dementsprechenden Zugängen dazu. Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und gehobener Dienst lassen sich unserer Meinung nach alle pflegerelevanten Bereiche abdecken – intra- als auch extramural.

Dem starken Wunsch, über ein Ausbildungsangebot im direkten Anschluss an die Pflichtschule zu verfügen, sind wir mit anderen Fachgewerkschaften gefolgt, indem wir die Möglichkeit der Ausbildung in den Pflegeassistenzberufen im Rahmen eines BHS Modell forciert, gestützt und letztendlich auch zur Umsetzung gebracht haben. In diesem drei- und fünfjährigen Setting kann ein sicherer, stützender und begleitender Rahmen für die jungen Auszubildenden garantiert werden, durch die Möglichkeit eines Berufsabschlusses und Matura wird auch die unerlässliche berufliche Durchlässigkeit garantiert. Die erste Bewerbungswelle zeigt, dass dieser Schultypus gut angenommen wird, wiewohl noch keine Daten zu Drop Out Quote in der Ausbildung bzw. Verweildauer im Beruf von AbsolventInnen dieser Ausbildungsform vorliegen. Es macht daher aus jetziger Sicht überhaupt keinen Sinn, zusätzlich eine Lehre einzuziehen.

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GPA-djp: Pflegelehre ist die falsche Antwort auf die Krise

Große Pflegereform jetzt angehen!

„Nachdem in der Coronakrise offenkundig wurde, welch zentrale und wichtige Rolle die Beschäftigten im Pflegebereich für die gesamte Gesellschaft spielen, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die schon jahrelang angekündigte große Pflegreform endlich umzusetzen und die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte nachhaltig zu verbessern. Die überstürzte und wenig durchdachte Einführung einer Pflegelehre ist definitiv nicht die richtige Antwort auf die aktuelle Situation“, so Eva Scherz vom GPA-djp-Wirtschaftsbereich Gesundheit und Soziales. 

„Ein neuer Lehrberuf Pflege könnte aufgrund der spezifischen Anforderungen negative Auswirkungen auf die gesamte Lehrausbildung haben. Anstatt jetzt einen neuen Lehrberuf aus der Taufe zu heben, für den die Ressourcen gar nicht vorhanden sind, wäre es viel sinnvoller, im Rahmen einer Gesamtreform in bestehende Ausbildungswege zu investieren und sie zu attraktivieren“, so die Bundesjugendvorsitzende der GPA-djp Susanne Hofer. 

„Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, braucht es attraktivere Arbeitszeiten, bessere Bezahlung und Personalschlüssel. Eine Fragmentierung der Ausbildung löst keine der anstehenden Probleme, sondern schafft nur Verunsicherung“, so Scherz.

Gewerkschaft vida warnt vor Pflegelehre

Misere im Gesundheitsbereich nicht auf Rücken der Jungen austragen! 

Brunner: „Wer glaubt, Personalmangel im Pflegebereich mit Pflegelehre zu lösen, ist auf dem Holzweg“

Wirtschaftsministerin Schramböck verlautbarte diese Woche im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung ihre Pläne der ehestmöglichen Umsetzung der Pflegelehre. Eine gesetzliche Grundlage dafür soll bereits in Ausarbeitung sein. „Wenn die Pflegelehre die Antwort der Bundesregierung auf die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich ist, dann kann das nur ein schlechter Witz sein. So wirkt es nämlich“, sagt vida-Bundesjugendsekretär Roman Brunner, der trotz der bereits fixiert scheinenden Lehre betont, dass die Pflege von Akut-Patienten, Demenzkranken und Palliativ-Patienten eine zu große psychische und physische Belastung für Jugendliche ist. Sogar für Erwachsene stellt sie eine große Herausforderung dar. „Wenn junge Menschen die Begleitung von Palliativ-Patienten übernehmen müssen oder bei der Versorgung von Akut-Patienten eingesetzt werden, dann ist das unverantwortlich gegenüber der Jugend. Es birgt die Gefahr, sehr rasch in ein Burn-out zu fallen oder wieder aus dem Beruf auszusteigen. So etwas darf man nicht zulassen.“ Die Gewerkschaft vida hat sich nicht zuletzt deswegen seit Anbeginn der Diskussion vor einigen Jahren klar gegen die Pflegelehre ausgesprochen.

Dass die Arbeit im Bereich der Pflege für einen jungen Menschen zu belastend ist, unterstreicht auch Sylvia Gassner, Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste der Gewerkschaft vida. „Es darf keinesfalls zu einer Ausbeutung junger Menschen als billige Arbeitskräfte kommen. Wenn die Pflege-Wirtschaft qualitativ gut ausgebildete Personen will, dann muss man ihnen auch die Zeit geben, eine Ausbildung zu machen und den Bereich attraktiver gestalten“, stellt die Gewerkschafterin klar: „Mit einer Pflegelehre löst man weder die Probleme der Jugendarbeitslosigkeit noch Personalmangel in Pflegeberufen. Die Misere im Gesundheitsbereich darf nicht auf dem Rücken der jungen Generation ausgetragen werden.“

Eine Alternative zur Pflegelehre ist, wie Gassner erklärt, eine schulische Ausbildung. „Die Pflegeassistentin muss in einer mittleren berufsbildenden Schule ausgebildet werden, die Pflegefachassistentin in einer höheren berufsbildenden Schule. Es gibt auch schon einen Schulversuch dafür, den wir als vida natürlich unterstützen. Nur solche Ausbildungen sind eine langfristige und echte Perspektive für den Fachkräftemangel auch in der Pflegebranche“, so Gassner. Wie wenig durchdacht der Plan Schramböcks und der Regierung ist, zeige laut vida Jugend-Gewerkschafter Brunner auch die gesetzliche Lage. „Wenn man diese Schul-Organisationsform übernimmt, erspart man sich das aus unserer Sicht eigenartige Konstrukt einer Pflegelehre, da man ja per Gesetz ohnehin erst ab 17 Jahren am Krankenbett arbeiten darf. Diese gesetzliche Regelung gibt es nicht ohne Grund. Die Umsetzung der Pflegelehre dauert außerdem zu lange, um Jugendliche vor Arbeitslosigkeit zu schützen. Neue Schulstandorte sind hier akut notwendig. Bildungsminister Faßmann und Wirtschaftsminister Schramböck haben die Lösung in der Hand. Man muss es nur tun.“

jobundcorona.at: die wichtigsten Informationen von ÖGB und AK

Fragen zu Arbeitsrecht und Corona-Virus auf der Webeite jobundcorona.at oder telefonisch unter der Telefonhotline 0800 22 12 00 80. Erreichbar von Montag bis Freitag von 9:00 bis 19:00.  

Mach mit und bring dich ein! Initiative für einheitliche Dokumentationsregeln und allgemeine Berufspflichten für Gesundheitsberufe

AK Wien und ÖGB/ARGE- FGV stellen eigenen Vorschlag für entsprechendes Bundesgesetz zur Diskussion und bitten um Mithilfe aller interessierten Institutionen, Organisationen und Personen. 

Es ist unbestritten, dass Gesundheitsversorgung und Pflege nur durch eine gemeinsame und abgestimmte Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe funktionieren kann. Daher ist es auch sinnvoll, die Dokumentations- und Berufspflichten der Gesundheitsberufe einheitlich zu regeln. Das ist aktuell nicht der Fall, was in der Praxis immer wieder zu Unsicherheiten und unklaren Rollen- und Aufgabenverteilung führt. „Diesen Zustand wollen wir aus der Welt schaffen“, fordert Silvia Rosoli, Leiterin der Abteilung Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik in der AK Wien, die Dokumentations- und Berufspflichten in einem für alle Gesundheitsberufe geltenden Gesetz zu regeln.

Die AK Wien und die ÖGB/ARGE- FGV haben einen Vorschlag für eine gemeinsame Regelung der allgemeinen Berufspflichten für Gesundheitsberufe entwickelt und stellt diesen in Form eines Entwurfes für ein entsprechendes Bundesgesetz zur Diskussion. Rosoli: „Wir laden alle Institutionen, Organisationen und alle interessierten Personen ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.“

Derzeit gibt es in Österreich mehr als 30 gesetzlich geregelte Gesundheitsberufe. Sie leisten in der Gesundheitsversorgung und Pflege – gerade auch in Corona-Zeiten – unter schwierigsten Bedingungen und nicht nur direkt an den PatientInnen hervorragende Arbeit. Als besonders zeitintensiv und oft belastend werden die Dokumentationspflichten empfunden. Das Gefühl und der Mythos „Was nicht dokumentiert ist, ist nicht passiert“ hält sich hartnäckig und bindet oft wertvolle Zeit, die für PatientInnen besser genützt werden könnte. Rosoli: „Hier muss dringend Klarheit und Rechtssicherheit geschaffen werden. Wir wollen mit dieser Initiative einen Beitrag leisten, die hohen Herausforderungen vor denen die Gesundheitsberufe stehen, gemeinsam besser meistern zu können“
 
Besonderer Wert auf breite Einbindung
AK und ÖGB laden alle Institutionen, Organisationen aber ausdrücklich auch alle interessierten Personen ein, den vorliegenden Vorschlag bis spätestens 15. Juli 2020 zu kritisieren, kommentieren oder zu ergänzen. Rückmeldungen an die E- Mail Adresse GP@akwien.at.
 
Die eingegangenen Rückmeldungen werden bis Ende August aufgearbeitet. Im Anschluss daran wird der Entwurf entsprechend überarbeitet und dann dem zuständigen Bundesminister Rudolf Anschober übergeben.
Den Vorschlag für ein Bundesgesetz zur einheitlichen Regelung der Pflichten der Gesundheitsberufe finden Sie hier:

5 Punkte für die Zeit während und nach COVID- 19

  • Gewalt gegen Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen
  • Öffentliche Ausbildungszentren für Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen einschließlich "Pflege-HTLs"
  • Forderung nach einem national einheitlichen und verbindlichen Personalschlüssel bzw. Personalbedarfsberechnung
  • Primary Health Care/ Primärversorgungszentren
  • Einführung einer "Gemeindeschwester"

Mehr Informationen (.pdf)

Presseaussendung: Internationaler Tag der Pflege: Zellhofer fordert eine Gesundheitsmilliarde

Ausreichend Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten, Corona-Tausender und strukturelle Investitionen in die Zukunft des Gesundheits- und Sozialbereichs

„Immer mehr Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens können, dank der hervorragenden Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheits- und Sozialberufen, schrittweise zum Normalzustand zurückkehren,“ freut sich Josef Zellhofer, Vorsitzender der Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ARGE- FGV). „Dennoch erzählen uns KollegInnen, dass es nicht leicht war, den Betrieb aufrecht zu erhalten, weil zu wenig oder veraltete Schutzausrüstung vorhanden war. Meinen größten Respekt vor der Eigeninitiative und dem Improvisationstalent der KollegInnen in dieser schwierigen Situation! Aber es kann nicht sein, dass diese vor Dienstbeginn noch schnell im Supermarkt eine Kleinigkeit einkaufen gehen müssen, nur um im Dienst eine Schutzmaske zu haben!“, ärgert sich Zellhofer.
 
„Der tägliche Applaus um 18 Uhr ist ein eindrucksvolles Zeichen der Dankbarkeit und Respekts“, stellt Zellhofer fest, „doch damit ist es nicht getan! Mehr als 130.000 Menschen haben unserer Forderung nach einem steuerfreien ´Corona-Tausender´, als Anerkennung für all jene, die während dieser Krise ihr Leben riskiert haben, bereits unterschrieben. Doch das kann nur ein erster Schritt sein!“
 
„Natürlich ist es wichtig Tourismus, Gastronomie, Fluglinien etc. mit staatlichen Finanzspritzen über diese schwierigen Zeiten zu helfen,“ sagte Zellhofer. „Aber wir fordern die Bundesregierung am internationalen Tag der Pflege (12.5.) auf, eine Zusage zu geben, dass sie jenen Bereich, der diese Pandemie an vorderster Front, dem Patienten-Bett bekämpft und besiegt hat, jetzt nicht im Mairegen stehen lassen wird! Der Gesundheits- und Sozialbereich braucht dringender denn je eine Gesundheitsmilliarde, um auch weiterhin für den täglichen Betrieb, aber auch für unerwartete Gesundheitskrisen gerüstet zu sein. Wir haben in den letzten Wochen eindrucksvoll gesehen, wie schnell eine Situation aufpoppen kann, bei der im wahrsten Sinne des Wortes Tausende Menschenleben auf dem Spiel stehen. Unserem Land ist die Situation, dass unser Gesundheitswesen an die Grenzen seiner Belastbarkeit kam, Gott sei Dank bisher erspart geblieben. Aber das heißt nicht, dass wir automatisch, sollte eine ähnliche Situation wieder eintreten, genauso glimpflich davonkommen!“

Internationale Solidarität- COVID 19

Internationale Solidarität- COVID 19
Internationale Solidarität- COVID 19

Die Covid_19 Pandemie hält derzeit die Welt in Atem. Doch wie sieht es in anderen Ländern aus, was sind die Forderungen des Europäischen Gewerkschaftsbundes und was heißt das für besonders arme Länder oder den Sozialstaat? 

Die Gewerkschaft Younion hat auf knapp 20 Seiten eine aktuelle Übersicht über die COVID_19 Maßnahmen auf internationaler und EU-Ebene erstellt. (Stand 23.4.2020). 

Themen sind u.a: 

- Forderungen des Europäischen Gewerkschaftsbundes an die Staats- und Regierungschefs

- Internationaler Rundblick

- EU- Gipfel: Wiederaufbaufonds zeichnen sich ab

- Sozialstaat schützt in der Krise

- Gipfel der Staats- und Regierungschefs: Der Fahrplan für den Wiederaufbau 

Und vieles andere mehr.

Download pdf hier 

#mehralsDanke

#mehralsDanke
#mehralsDanke Corona-Tausender
Corona-Tausender für alle, die das Land am Laufen halten!
 
Unser Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen und die Einkommen der Beschäftigten dauerhaft zu heben – aber in dieser Ausnahmesituation braucht es auch jetzt gleich eine Anerkennung.
 
Es ist schön zu sehen, dass unser Land gerade von einer Danke-Kampagne nach der anderen überzogen wird. Diese Dankbarkeit ist wichtig. Aber es braucht mehr als dieses Danke!
 
Diesen Corona-Tausender sollen alle bekommen, die während der Corona-Krise das Haus verlassen müssen, um zu arbeiten und damit einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind bzw. waren. Steuerfrei im Rahmen des Corona-Hilfspakets der Bundesregierung.
 
Warum ist das wichtig?
Es sind die Beschäftigten im Gesundheitsbereich, in Produktionsbetrieben, in Supermärkten, bei Rettungsorganisationen, in der Luftfahrt, in Schulen, Kindergärten und viele, viele mehr. Ohne (Intensiv)PflegerInnen, TankstellenmitarbeiterInnen, Lkw-FahrerInnen, die Müllabfuhr, Sicherheitspersonal und die vielen weiteren HeldInnen würde unser System nicht funktionieren.
 

Presseaussendung zum Weltgesundheitstag: „Die Gesundheits- und Sozialberufe dürfen nicht Verlierer dieser Pandemie werden!“

Zellhofer zum Weltgesundheitstag: „Die Gesundheits- und Sozialberufe dürfen nicht Verlierer dieser Pandemie werden!“
Zellhofer zum Weltgesundheitstag: „Die Gesundheits- und Sozialberufe dürfen nicht Verlierer dieser Pandemie werden!“
Schutz von Gesundheit über alle Überlegungen stellen
 
„Die Gesundheits- und Sozialberufe stehen durch die COVID_19 Pandemie aktuell vor sehr großen Herausforderungen,“ sagt Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-FGV. „Doch wir wissen, dass es österreichweit in vielen Gesundheitseinrichtungen an Schutzmaßnahmen für das Personal mangelt. Masken und entsprechende Schutzkleidung sind nicht überall ausreichend vorhanden. Darüber hinaus ist es unverständlich, dass Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, weiterhin unnötigem Risiko ausgesetzt werden, nur weil ihr Beruf als ´kritische Infrastruktur´ gilt. Der Schutz von Gesundheit und Leben muss doch bitte über alle anderen Überlegungen gestellt werden!“ 

„Im Moment warten wir alle sehnsüchtig auf eine Rückkehr zur Normalität,“ stellt Zellhofer fest. „Doch die wird es im Gesundheitssystem nicht geben! Das System war vorher schon am Limit, die Kolleginnen und Kollegen an der Grenze der persönlichen Belastbarkeit. Viele von ihnen haben diese nun zum Wohl ihrer PatientInnen und KlientInnen sogar noch überschritten. Zwar überschlagen sich im Moment alle vor Dankes-Bekundungen, doch das allein wird am Tag danach sicher nicht ausreichen und erfahrungsgemäß auch nicht lange anhalten!“

„Ich spreche,“ so Zellhofer, „von gravierenden strukturellen Verbesserungen im Gesundheitssystem! Deswegen fordere ich jetzt ein Bekenntnis der Bundesregierung, dass wenn diese Krise unter Kontrolle ist, eine Gesundheitsmilliarde bereitgestellt wird. Ausreden, es sei zu wenig Geld da, weil sämtliche Budgetreserven in die Kurzarbeit geflossen oder andere Branchen wie Tourismus, Gastronomie etc. diese jetzt nötiger hätten, werden wir nicht akzeptieren! Die Gesundheits- und Sozialberufe dürfen am Ende nicht auch noch die Verlierer dieser Pandemie werden!“ 

Empfehlungen zu COVID 19 - Schutzmaßnahmen für Pflege und Betreuung

Schutzmaßnahmen für Pflege und Betreuung
Schutzmaßnahmen für Pflege und Betreuung

Das Bundesministerium für Gesundheit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz hat Empfehlungen für Teil/Stationäre Einrichtungen und Mobilen Dienste herausgegeben. 

Der 12- seitige Leitfaden enthält Empfehlungen für den Umgang und Schutz von KlientInnen, MitarbeiterInnen und Angehörigen. Es werden Fragen zu Hygiene und Desinfektion beantwortet, als auch welche Schritte in einem Verdachts- oder gar Erkrankungsfall zu setzen sind.  

Download pdf hier 

Gesund & Sozial 1 2020

Gesund & Sozial 1 2020  Wie machen wir die Pflege zukunftsfit?
Gesund & Sozial 1 20 Wie machen wir die Pflege zukunftsfit?

Wie machen wir die Pflege zukunftsfit?

Bevor das Leben, wie wir es kannten, Anfang März still gelegt wurde, kämpften Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheitsberufen für die Einführung der 35- Stunden Woche und substanzielle Verbesserungen im Pflegebereich. Eva SCHERZ, KV- Verhandlerin der GPA-djp und Markus SIMBÖCK, stellv. Vorsitzender der ÖGB/ARGE- FGV berichten. Anfang Jänner präsentierten die Mitglieder der ´motiv.allianz.pflege´ in einer Pressekonferenz ihre diesbezüglichen Forderungen. Gerade in der jetzigen Situation muss niemanden mehr die Bedeutung und Wichtigkeit des Gesundheits- und Pflegebereichs erklärt werden. 

Josef ZELLHOFER, Vorsitzender der ÖGB/ARGE- FGV betont in seinem Editorial, dass abseits von Dankesworten, nach Beendigung dieser Krise, aber auch endlich Taten folgen müssen! Auf keinen Fall dürfen wir zulassen, dass anschließend einfach zur ´normalen´ Tagesordnung zurück gekehrt wird und für die Pflege nichts übrig bleibt

An dieser Stelle noch der Hinweis, dass die in dieser Ausgabe angekündigten Seminare "Demenz- Verloren in der Welt des Vergessens", "Burn-out" und "Resilienz 1", die im Juni hätten statt finden sollen, abgesagt wurden!

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Alle Ausgaben von Gesund & Sozial

COVID-19 – Danke an alle, die sich um uns kümmern und dafür sorgen, dass wir weitermachen können!

ESPU Präsidentin Mette Nord würdigt die Arbeit der öffentlich Beschäftigten in ganz Europa
ESPU Präsidentin Mette Nord würdigt die Arbeit der öffentlich Beschäftigten in ganz Europa

EPSU - Präsidentin (European Public Service Union) Mette Nord bedankt sich in einem offenen Brief bei allen Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die in ganz Europa Herausragendes leisten: 

"Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst leisten fantastische Arbeit, um allen Menschen in unserer Gesellschaft in jeder denkbaren Weise zu helfen. Inzwischen tun unsere Gewerkschaftsvertreter/-innen und unsere Mitglieder das, was getan werden muss, um die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer/-innen zu schützen und besorgte Fragen zu Arbeitsplatzverlusten, Arbeitszeit, Krankengeld und vieles mehr zu beantworten. Mehrere Gewerkschaften haben uns geschrieben und sich mit dem Kampf der Beschäftigten in anderen Ländern und besonders mit unseren Kollegen/-innen im Gesundheitssektor in Italien und Spanien solidarisiert. Wir geben diese Solidaritätsadresse an alle Betroffenen weiter. Unsere Gedanken sind bei den Familien, Freunden, Mitarbeiter/-innen und Gewerkschafter/-innen, die eine geliebte Person oder eine/-n Kollegen/-in verloren haben.

Ein großes Lob für die Beschäftigten im Pflegesektor, im Gesundheitswesen, in der Altenpflege und in der häuslichen Pflege... Ihr müsst mit Situationen umgehen, die für die Menschen, denen ihr helft, und für euch selbst eine vorher in dieser Form nie erlebte Belastung darstellen. Das gilt besondere für Frauen, die sich um ihre Kinder und andere Familienangehörige kümmern müssen. Es ist gut zu sehen, dass es überall in Europa so viele Aktionen gibt, mit denen eure Arbeit anerkannt wird. So viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst arbeiten auf allen Ebenen (lokal, regional, national und europäisch) unermüdlich in so vielen Dienstleistungsbereichen, dass praktisch alle EGÖD-Mitglieder eingespannt sind, um dringend erforderliche, essenzielle und lebenswichtige Dienstleistungen aufrechtzuerhalten." Weiterlesen

(c)Foto: www.epsu.org 

COVID-19: Wie Sie häusliche Isolation und Quarantäne gut überstehen

Ängste, Sorgen, Isolation - die aktuelle Coronavirus-Pandemie und die damit einhergehende Quarantäne und häusliche Isolation stellt die Menschen in Österreich vor völlig neue Herausforderungen. COVID-19 beeinflusst unser aller Leben und auch unseren Umgang mit unseren PartnerInnen, Kindern, Familie und FreundInnen oder ArbeitgeberInnen.
 
Um in der aktuellen Krise so gut wie möglich zu helfen, hat der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) ein Informationsblatt erstellt, das zeigt, wie man mit Hilfe der Psychologie die Quarantäne und häusliche Isolation trotz Einschränkungen gut überstehen kann.
 
In fünf Kategorien werden unter anderem praktische Tipps für den Umgang mit überbordenden Ängsten und Sorgen gegeben und erklärt, welche Maßnahmen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen empfehlenswert sind und wie man mit aufkommenden Konflikten und/oder Gewalt umgehen sollte.
Leiten Sie das Informationsblatt sehr gerne weiter und helfen wir alle gemeinsam dabei, die aktuell herausfordernde Zeit gut zu überstehen!
 

Too many to fail ... Rettungsschirm für Betriebe in der Krise

Die Corona Krise ist eine absolute Ausnahmesituation. Gewerkschaften, ÖGB und AK setzen sich gemeinsam dafür ein dass niemand zurückgelassen wird und möglichst viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Beschäftigung bleiben können.
Heute wurde ein Paket mit einem Volumen von 4 Milliarden Euro vorgelegt - dadurch soll einerseits den Betrieben bei der Überbrückung der Krise in unterschiedlicher Form geholfen werden. Andererseits sind 400 Millionen Euro für ein von den Sozialpartnern ausgehandeltes Corona Kurzarbeitsprogramm vorgesehen: 

Pressekonferenz Wolfgang Katzian (ÖGB) zur Kurzarbeit

110. Gesundheitspolitische Forum: Was bedeutet Pflegeleistung 2020?

TeilnehmerInnen des 110. Gesundheitspolitischen Forums

von links nach rechts: Peter Hacker, Ursula Frohner, Univ. Prof. Robert Fitzgerald, Dr.in Sigrid Pilz, Zara Auferbauer, Josef Zellhofer 

Video zum Event (circa 6 min.) und weitere Bilder finden Sie hier

Arbeiterkammer: Gerechtigkeit #für immer

100 Jahre Arbeiterkammer

https://arbeiterkammer.at/100

Presseaussendung: Zellhofer begrüßt Einführung von ´Pflege-HTLS`

„Endlich einmal ein vernünftiger Ansatz um dem gravierenden Pflegekräftemangel zu begegnen,“ freut sich Josef Zellhofer, Vorsitzender der Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe im ÖGB (ÖGB/ARGE-FGV). Anlass war die Ankündigung von Bundesminister Heinz Faßmann im Herbst an sechs Standorten Schulversuche im Sinne einer ´Pflege-HTL´ zu starten. Die Standorte sind über ganz Österreich verteilt und bieten Platz für 180 AbsolventInnen pro Jahr.

„Wir fordern bereits seit den 1990er Jahren eine BHS- Ausbildung. Das derzeitige Modell, lässt eine klaffende Ausbildungslücke zwischen der Sekundarstufe und der derzeitigen Pflegeausbildung mit 17 Jahren. Da haben wir viele Interessierte an andere Berufsfelder und Ausbildungswege verloren,“ so Zellhofer. „Die ´Pflege- HTLs´ schließen diese Lücke. Damit wird eine langjährige Forderung der ÖGB/ARGE- FGV erfüllt.“ 

Was bedeutet Pflegeleistung 2020?

Gesundheitspolitisches Forum: Was bedeutet Pflegeleistung 2020?
Gesundheitspolitisches Forum: Was bedeutet Pflegeleistung 2020?

Einladung zum 110. Gesundheitspolitischen Forum.

Es diskutieren:

  • Peter Hacker, Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport
  • Dr.in Sigrid Pilz, Wiener Pflege-, Patienten*Innen Anwältin
  • Mag. (FH) Erich Fenninger (angefragt), Volkshilfe Österreich
  • Ursula Frohner, ÖGKV – Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
  • Josef Zellhofer, ÖGB/ARGE-FGV 
moderiert von: Univ. Prof. DDr. hc Robert Fitzgerald, Karl Landsteiner Gesellschaft
 
Zeit:  Montag, 24. Februar 2020 von 18.00 bis 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Österreichischer Gewerkschaftsbund - ÖGB, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien
 
Die Veranstaltung ist für Sie kostenfrei, wir ersuchen jedoch um Anmeldung: Online-Anmeldung
Nähere Information auch unter:www.gesundheitspolitischesforum.at

Was die Pflege in Österreich braucht

Pressekonferenz motiv.allianz.pflege
Foto v.l.n.r.: Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-FGV Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes Markus Mattersberger, MMSc MBA, Präsident Lebenswelt Heim Bundesverband Silvia Rosoli, AK Wien, Schwerpu

5 Forderungen an Bundesminister Rudolf Anschober und die neue Bundesregierung

Pflege und Betreuung zählen in Österreich zu den größten sozialen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. In der motiv.allianz.pflege wenden sich mehrere Interessensverbände nun mit ihren gemeinsamen Forderungen an den Sozialminister und bieten ihre Expertise und Mitarbeit bei der dringend notwendigen Pflegereform an. 

„Es braucht ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um die Pflege in Österreich zukunftsfit zu machen! Wer die Herausforderungen in der Pflege und Betreuung ernst nimmt und insbesondere auch die Belastungen pflegender Angehöriger anerkennt, muss in die Zukunft der professionellen Pflege investieren“, sind sich die Partner der motiv.allianz.pflege einig und bieten Sozialminister Rudolf Anschober ihr breites Know-how zur Gestaltung dieses Sektors in Österreich an: Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ), Lebenswelt Heim – Bundesverband, Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV), AK Wien – Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik und ÖGB ARGE FGV (Fachgruppenvereinigung) für Gesundheit & Sozialberufe.

Am 22. Jänner präsentierten sie in Wien fünf gemeinsame Forderungen zur Pflegereform.

Fünf Forderungen zur Pflegereform

Die dringend notwendige Pflegereform soll in einem strukturierten Prozess unter Einbindung der relevanten Stakeholder und ExpertInnen erarbeitet werden.
Neben Fragen der Organisation und Finanzierung sind auch das Leistungsversprechen des öffentlichen österreichischen Pflegesystems und die Definition von Pflegequalität zu klären. Das Leistungsvermögen unseres Systems hinkt jedoch bereits deutlich hinter den Erfordernissen her. So können in österreichischen Pflegeheimen aktuell ca. 1.500 Betreuungsplätze auf Grund von Personalmangel nicht an pflegebedürftige ältere Menschen vergeben werden. Der bisherige Anspruch, dass die Familie ihre pflegebedürftigen Angehörigen versorgen soll, stimmt weder mit den Lebensrealitäten des 21. Jahrhunderts überein, noch mit der demographischen Alterung und der damit verbundenen, zu erwartenden hohen Pflegebedürftigkeit. Der soziodemographische Wandel ist begleitet von einem gesellschaftlichen – hin zu einer Singularisierung der Haushalte, weniger Nachkommen, Zuzug in die Städte und einer Berufstätigkeit der Frauen. „Deshalb ist es erforderlich, dass wir unser System diesen Entwicklungen anpassen und wie in den nordischen Ländern die professionelle (Langzeit-)Pflege ausbauen!“ betont Markus Mattersberger, MMSc MBA, Präsident des Lebenswelt Heim –  Bundesverbandes.

Erforderliche Sofortmaßnahmen und eine Personalaufstockung um 20 Prozent.

Da eine seriös vorbereitete nachhaltige Pflegereform Zeit braucht, zahlreiche Probleme aber bereits jetzt akut bestehen, fordern die Allianz-Partner auch kurzfristig umsetzbare Maßnahmen. Im Mittelpunkt steht dabei der drängende Personalmangel, der weitere Belastungsfaktoren wie erhöhten Arbeitsdruck, Notwendigkeit des Einspringens in geplanter Freizeit etc. nach sich zieht. „Im Pflegebereicht herrscht Alarmbereitschaft! Aufgrund der vorherrschenden Bedingungen kommt es immer öfter zu Bettensperren, da das vorhandene Personal nicht mehr länger in der Lage ist, die Strukturdefizite zu kompensieren und seine Aufgaben zu erfüllen. Neben Sofortmaßnahmen braucht es eine Personalaufstockung um 20 Prozent quer über alle Bundesländer, Bereiche und Institutionen, sowie eine Ausweitung von Ausbildungsplätzen in allen Bundesländern“, so Josef Zellhofer, Bundesvorsitzender der ÖGB ARGE Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe. Zur Feststellung des Personalbedarfs braucht es die Entwicklung und verpflichtende (!!) Einführung, einer bundesweit einheitlichen, bedarfsorientierten Methodik zur Personalberechnung. Diese Erfordernis besteht sowohl für den intra- als auch den extramuralen Bereich des Gesundheitswesens und der Langzeitpflege.

Die Wege in die professionelle Gesundheits- und Krankenpflege müssen attraktiver und ausgebaut werden.

Die demografische Entwicklung sowie die Tatsache, dass im nächsten Jahrzehnt rund ein Drittel der Pflegekräfte das Pensionsalter erreichen wird, erfordern ein rasches Handeln. Ab Herbst 2020 wird zusätzlich zu den bestehenden drei Qualifikationsstufen in Gesundheits- und Krankenpflegeberufen eine Ausbildung an Höheren Lehranstalten (HLA) für Sozialbetreuung und Pflege angeboten. Sie schließt mit Matura ab und bietet den direkten Anschluss an das Regelschulwesen und das Erlangen der Hochschulreife. „Im Rahmen einer umfassenden Ausbildungsoffensive sind jedoch auch Berufsumsteiger durch bessere Fördermaßnahmen zu gewinnen – bei vollem Zeit- und Lohnausgleich und in allen Ausbildungsvarianten und  Qualifikationsstufen“, so Ursula Frohner,  Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes – ÖGKV. Die in Aussicht gestellten 500 Community Nurses, vernetzt mit regionalen Angeboten der medizinischen Versorgung, etwa den Primärversorgungszentren und den mobilen Pflegediensten, sowie dem Bereich der Sozialarbeit bieten viele Optionen, damit pflegerische Leistungen bei den Menschen ankommen.

Es muss ein wirkungsvolles Steuerungsinstrument für die Pflege in Österreich geschaffen werden.

Durch die Zersplitterung der Kompetenzen gibt es in Österreich derzeit keine Institution, die für das Thema Langzeitpflege sowie Pflege insgesamt hauptverantwortlich zeichnet und daher die Entwicklung in diesem Bereich vorantreibt. „Ein zentraler Punkt einer Pflegereform müsste es sein, das Zusammenspiel aller Akteure auf neue Beine zu stellen und Doppelgleisigkeiten ebenso zu vermeiden, wie Halb- und Unzuständigkeiten. Es sollte eine Institution geben, die für die Koordination, Steuerung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Pflege in Österreich hauptverantwortlich ist. Das kann ein Sozialversicherungsträger sein, es gibt aber auch andere Alternativen (z.B. Aufwertung des Pflegefonds zu einer Institution, Bundesinstitut „Pflege Österreich“, etc.). Selbst wenn ein Sozialversicherungsträger (wie die AUVA) diese Rolle übernehmen würde, heißt das noch lange nicht, dass Österreich – ähnlich wie Deutschland – eine echte Pflegeversicherung einführen muss“, führt Mag. Walter Marschitz, Geschäftsführer der Sozialwirtschaft Österreich – SWÖ aus. Zu verstehen wäre solch eine Institution als Netzwerkknoten, um „das Beste aus allen Systemen“ zusammenführen. Wesentliche Zielsetzungen wären z.B. die Sicherung und der Ausbau der Qualität der Versorgung, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Beschäftigte (realistische Personalschlüssel etc.) oder der Abbau der starken regionalen Unterschiede im Pflegesystem.

Finanzierung der Betreuung und Pflege in Österreich sind nachhaltig sicherzustellen – Investitionen in die Pflege zahlen sich aus!

Die Bevölkerung und auch die Menschen, die in der Betreuung und Pflege arbeiten, brauchen dringend die Gewissheit, dass sich nachhaltig etwas verbessern wird. Deswegen muss die Finanzierung auf breiter Basis sichergestellt werden. Der Handlungsdruck ist aufgrund der rasanten demografischen Entwicklung bereits enorm.
Warum man sich vor großen Investitionen in die Pflege nicht fürchten muss, zeigt Mag. Silvia Rosoli auf, Abteilungsleiterin der AK Wien - Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik:

•  hohe Rückflussquote in öffentliche Haushalte (70 Prozent s. WIFO)
•  Stärkung strukturschwacher Regionen (gut für den ländlichen Raum, s. WIFO1)
•  Ausgaben für die Pflege waren schon höher (Entwicklung BIP-Anteil öffentliche Kosten für LZP lt. OECD, s. Fact Sheet)
•  andere Länder geben deutlich mehr aus (s. Fact Sheet)
•  die Menschen brauchen diese Dienstleistungen

„Nur mit ausreichenden Investitionen können Menschen gewonnen und gehalten werden, in der Pflege zu arbeiten. Ausreichend budgetäre Mittel sind aber Voraussetzung für bedarfsgerechte Pflege und attraktive Arbeitsbedingungen“, so Rosoli abschließend. 

Für eine umfassende Diskussion dieser Themen bieten die Partner der motiv.allianz.pflege ihre Expertise an und ersuchen Sozialminister Anschober, die träger- und settingübergreifende Interessensvertretung in die angekündigte Task Force Pflege einzubinden.

Sie können die Veranstaltung nachhören unter https://www.o-ton.at/ (Die Registrierung ist für Journalisten unverbindlich und kostenlos.)
 

Das neue Seminarprogramm 2020 ist da!

Seminare der ÖGB/ARGE- FGV 2020
Seminare der ÖGB/ARGE- FGV 2020

Dauerbrenner wie "Gesundheitsförderung", Resilienz oder Burn- Out sind natürlich auch 2020 wieder im Programm. Aber es gibt auch einen neuen Workshop zum Umgang mit Demenz ("Verloren in der Welt des Vergessens"). Anmeldungen sind ab 01.01.2020 möglich. 

Alle Seminare finden im Seminar- und Parkhotel Hirschwang oder im BIZ der AK Wien statt. 

Zum Seminarprogramm

 

Fort- und Weiterbildungsangebot des Fonds Gesundes Österreich

Zielgruppen sind vor allem Umsetzer/innen von Gesundheitsförderungsprojekten, Expertinnen und Experten der Gesundheitsförderung und Entscheidungsträger/innen in Settings.

Details zu den Seminare finden Sie hier

ÖGB/ARGE- FGV unterstützt das 109. Gesundheitspolitisches Forum "2020- Chancen und Möglichkeiten"

Gesundheitspolitisches Forum - 2020 Chancen und Möglichkeiten
Gesundheitspolitisches Forum - 2020 Chancen und Möglichkeiten

8. Jänner 2020, 18:00 bis 20:00 

Es diskutieren:

  • GD Mag. Bernhard Wurzer
    Österreichische Gesundheitskasse
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, PhD
    Ärztekammer für Wien
  • Ursula Frohner
    Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Ostermann
    Gesundheit Österreich GmbH
  • Constance Schlegl, MPH
    Vorstandsmitglied MTD Austria

moderiert von:
Univ. Prof. Dr. Bernhard Schwarz
Karl Landsteiner Gesellschaft

Veranstaltungsort: Ärztekammer für Wien, Weihburggasse 10-12, 1010 Wien 

Die Veranstaltung ist für Sie kostenfrei, wir ersuchen jedoch um Anmeldung unter office@gesundheitspolitischesforum.at

Nähere Information unter www.gesundheitspolitischesforum.at 

 

Gesund & Sozial 4 2019

Gesund und Sozial 4 2019 Demenz
Gesund und Sozial 4 2019 Demenz

Die Coverstory widmet sich in dieser Ausgabe dem Thema Demenz. Die österreichische Demenzstrategie umfasst 7 Wirkungsziele, liefert auf einer Plattform zahlreiche Beispiele für deren erfolgreiche Umsetzung und fordert verbesserte Schulungen für die Angehörigen der Gesundheits- und Sozialberufe. 

Chefredakteur Karl Preterebner berichtet von der 1. Wiener Landeskonferenz der younion. 

Reinhard Waldhör fragt "Ist da jemand?". Stellen Sie sich vor Sie kommen in ein Krankenhaus und niemand ist mehr da. Absurde Vorstellung? Scheinbar nicht für die Verantwortlichen.

Valid Hanuna und Gerald Mjka finden "35 Stunden sind genug!" und kämpfen für eine Arbeitszeitverkürzung.

Beatrix Eiletz berichtet von den Kollektivvertragsverhandlungen in der Steiermark, Birgit Seidl von der Gewaltprävention in Tiroler Kliniken und Karl Streicher über sogenannte "Magnetkrankenhäusern", die entgegen dem allgemeinen Trend, weniger Probleme haben qualifiziertes Personal zu finden. 

Das Redaktionsteam wünscht viel Spaß beim Lesen, einen besinnlichen Advent und Prosit Neujahr!!

Download hier

Alle Ausgaben von "Gesund & Sozial" finden Sie hier

ACHTUNG: Das Büro der ÖGB/ARGE- FGV ist übersiedelt!

ACHTUNG neue Adresse!
ACHTUNG neue Adresse!

 

Unsere neue Adresse lautet 1070 Wien, Schottenfeldgasse 24/Top 3A

Unsere Telefonnummer 01/53444-39212 bleibt unverändert.

 

 

Presseaussendung Zellhofer: „Ohne frisches Geld im System wird es nicht gehen.“

Presseaussendung Zellhofer: „Ohne frisches Geld im System wird es nicht gehen.“
Presseaussendung Zellhofer: „Ohne frisches Geld im System wird es nicht gehen.“
ÖGB/ARGE-FGV fordert Erhöhung auf 4 Prozent des BIP
 
„Ohne frisches Geld im System wird es nicht gehen,“ stellt Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-FGV, zur aktuellen Situation im Pflegebereich fest. Es fehlt sowohl an Geld, Personal als auch Wertschätzung. „Imagekampagnen alleine werden das Problem nicht lösen“, so Zellhofer.
 
Derzeit wird für die Langzeitpflege in Österreich gerade mal 1,9 Prozent des BIP ausgegeben. „Das reicht jetzt schon hinten und vorne nicht,“ so Zellhofer. Um dem steigenden Bedarf in Zukunft decken zu können, hat der Bundesvorstand der ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe am Mittwoch die Forderung nach einer Erhöhung auf 4 Prozent des BIP beschlossen.
 
„Darüber hinaus muss die neue Bundesregierung endlich eine umfassende und nachhaltige Pflegereform auf den Weg bringen. Dazu gehört auch, sich endlich von der Idee einer Pflegelehre zu verabschieden“, sagt Zellhofer. „Die Lehre ist zum größten Teil praxisorientiert und die Arbeit an (teilweise schwerkranken) PatientInnen ist aus gutem Grund für unter 17-Jährige verboten! Die einzige vernünftige Lösung, um junge Menschen direkt nach der Pflichtschule für den Bereich der Gesundheitsberufe zu begeistern (ohne mit EU-Recht in Konflikt zu kommen!), ist ein BHS-Modell, wie es derzeit als Pilotprojekt in Gaming, NÖ umgesetzt wird. Solche innovativen Lösungen sind zu forcieren, damit der Bereich der Pflege endlich im 21. Jahrhundert ankommt.“

motiv.allianz.pflege fordert Pflegereform für Österreich

In der „Motivallianz Pflege“ haben sich VertreterInnen von Pflegeorganisationen und BerufsvertreterInnen zusammengeschlossen, um eine Pflegereform in Österreich voranzutreiben. Beteiligt daran sind die Arbeiterkammer, die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG), Lebenswelt Heim Bundesverband, der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB), der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) sowie die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ).
 
Die Motivallianz eint über bestehende Interessensgegensätze hinweg die Überzeugung, dass es im Bereich der professionellen Pflege rasch konkrete Maßnahmen braucht. Allein aus demografischen Gründen ist dringender Handlungsbedarf gegeben, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen nachhaltig sicherstellen zu können. Dafür braucht es einen breiten Prozess. Als Teil eines solchen Prozesses fand am 10. September 2019 ein Diskussionsforum zum Thema BRENNPUNKT PFLEGE statt.

Video motiv.allianz.pflege